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Maschinenbau Branche geht mit Schwung ins neue Jahr

Die hohe Nachfrage aus dem Ausland kurbelt die Geschäfte der deutschen Maschinenbauer an. Die Branche kann wieder optimistisch ins kommende Jahr blicken. Doch einige Punkte bringen trotz dessen Sorgen.
12.12.2017 - 11:21 Uhr 1 Kommentar
Die exportorientierte Industrie rechnet mit einem Produktionsplus von 3 Prozent im kommenden Jahr. Quelle: dpa
Starkes Auslandsgeschäft

Die exportorientierte Industrie rechnet mit einem Produktionsplus von 3 Prozent im kommenden Jahr.

(Foto: dpa)

Frankfurt Deutschlands Maschinenbauer kehren zu alter Stärke zurück. Das zu Ende gehende Jahr könne „mit Fug und Recht als Aufschwungsjahr bezeichnet werden“, sagte VDMA-Präsident Carl Martin Welcker am Dienstag in Frankfurt. Die exportorientierte Industrie rechnet nach einem Produktionsplus von 3 Prozent 2017 mit einem Wachstum in gleichem Tempo im kommenden Jahr. „Das würde immerhin einen weiteren Umsatzanstieg auf mehr als 230 Milliarden Euro bedeuten“, sagte Welcker. Ein höheres Tempo werde durch viele Unwägbarkeiten im In- und Ausland verhindert.

In diesem Jahr wird die mittelständisch geprägte Branche voraussichtlich 224 Milliarden Euro erwirtschaften. Getrieben wurde das Wachstum vor allem von der Nachfrage aus dem Ausland nach Maschinen „Made in Germany“. Die Unternehmen profitierten von der Erholung der Weltwirtschaft. In den ersten neun Monaten wurden Waren für 124,4 Milliarden Euro ins Ausland geliefert - ein Zuwachs von preisbereinigt (real) 6,2 Prozent zum Vorjahr. 46,5 aller Ausfuhren gingen in die Europäische Union.

Höher als ein Fernsehturm
Platz 5: Terex Demag CC 6800-1
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Der Online-Marktplatz für stationäre Gebrauchtmaschinen, Maschinensucher.de, hat die höchsten Baukräne der Welt in einem Ranking zusammen gestellt. Terex Demag CC 6800-1 belegt dabei Platz 5. Dieses Modell ist 204 Meter hoch und kann stolze 1.250 Tonnen Ballast tragen.

Quelle: Maschinensucher.de

(Foto: Terex Cranes Germany)
Platz 4: Terex Demag CC 8800-1
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Den vierten Platz belegt ebenfalls eine Demag-Maschine. Der Gittermastkran ist mit seiner Höhe von 216 Metern größer als das Washington Monument.

(Foto: Terex Cranes Germany)
Platz 3: Liebherr LR 11000
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Auf Platz drei landet ein Kran des deutschen Mittelständlers Liebherr, der LR 11000. Trotz seiner kompakten Bauweise ist der Mobilkran 222 Meter hoch und befördert ein Gesamtgewicht von bis zu 1.000 Tonnen.

(Foto: Liebherr)
Platz 2: Terex Demag CC 8800-1 TWIN
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Der Zweitplatzierte unter den Top 5 der größten Kräne der Welt ist der Terex Demag CC 8800-1 TWIN. Seine Gesamthöhe erreicht stolze 243 Meter – damit steht das Monster nur drei Meter hinter dem Rekordhalter zurück.

(Foto: Terex Cranes Germany)
Platz 1: Liebherr LR 13000
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Der Liebherr LR 13000 ist mit seiner Höhe von 246 Metern der höchste Raupenkran der Welt – und damit höher als beispielsweise der Stuttgarter Fernsehturm. Vor dem Transport wird er in kleinere Teile zerlegt, an den Einsatzort gebracht und rasant wieder zusammengebaut. Seine Gesamttragfähigkeit beträgt stolze 3.000 Tonnen. Im Vergleich zu den wirklich starken Kranen ist das aber fast schon lächerlich wenig.

(Foto: Liebherr)
Platz 5: Hermod
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Der halb-tauchende Kran aus Japan liegt bis zu 28,2 Meter unter der Wasseroberfläche. Das leistungsstarke Kranschiff schafft mit seiner Tragfähigkeit von 8.100 Tonnen annähernd drei Mal so viel wie der höchste Kran der Welt – unter den stärksten Kränen reicht es aber nur für den fünften Platz.

(Foto: HMC Heerema Marine Contractors)
Platz 4: Svanen
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Platz 4 im Ranking belegt der 102,7 Meter lange und 71,8 Meter breite Schiffskran Svanen. Er wird vor allem bei Montagearbeiten von Brücken und Windparks eingesetzt. Seine Tragkraft beträgt stolze 8.700 Tonnen.

(Foto: Van Oord Dredging and Marine Contractors bv)

Inzwischen mehren sich den Angaben zufolge auch die Anzeichen, dass das Inlandsgeschäft anzieht. Das werde eine etwas schwächere Entwicklung zum Beispiel in China im kommenden Jahr kompensieren.

In den vergangenen fünf Jahren stagnierte die Produktion mehr oder weniger. Die schwächelnde Weltwirtschaft und politische Unsicherheiten belasteten die Geschäfte. Mit insgesamt 1,35 Millionen Erwerbstätigen ist der Maschinen- und Anlagenbau nach eigenen Angaben Deutschland größter Industriearbeitgeber.

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    Trotz des Optimismus geht die Branche nicht ohne Sorgen ins kommende Jahr. Im wichtigen China-Geschäft, das in den ersten neun Monaten um 24 Prozent zulegte, mangelt es aus Sicht Welckers weiterhin an Verlässlichkeit. „Wir lehnen es ganz klar ab, dass Parteikader in China versuchen, auf die Geschäftsführungen unserer Unternehmen mehr Einfluss zu nehmen.“

    „Ernsthafte Sorgen“ bereite der Brexit, sagte Welcker weiter. „Was da abläuft, ist eigentlich der Super-Gau.“ In den ersten neun Monaten 2017 sanken die Ausfuhren ins Vereinigte Königreich, dem viertgrößten Einzelexportmarkt, bereits um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Es sei höchste Zeit, die Verhandlungen über das künftige Verhältnis der EU zu Großbritannien voranzubringen, mahnte der VDMA-Präsident.

    Sollten die Briten die Zollunion verlassen, drohen den deutschen Maschinenbauern nach Berechnungen des VDMA Zusatzkosten allein im Export von mehr als 180 Millionen Euro im Jahr.

    Wenig Freude bereiten der Branche die Forderungen der IG Metall in der aktuellen Tarifrunde der Metall-und Elektroindustrie. Diese würden mittelständischen Unternehmen im Land erheblichen Schaden zufügen, kritisierte Welcker. Die IG Metall fordert ein Recht auf „verkürzte Vollzeit“ mit 28 Stunden Wochenarbeitszeit und sechs Prozent mehr Lohn.

    • dpa
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    1 Kommentar zu "Maschinenbau: Branche geht mit Schwung ins neue Jahr"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass auf dem Titelbild ein Generator von Siemens zu sehen ist. Die Mitarbeiterin trägt ein T-Shirt ausgerechnet des Generatorwerks Erfurt, das von Joe Kaeser geschlossen werden soll, obwohl noch mit Gewinnen gewirtschaftet werden kann. Ist das mit "Schwung der Branche" gemeint?

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