Maschinenbauer Blu-ray-Technik lässt Singulus frohlocken

Nach Verlusten in der Vergangenheit möchte Vorstandschef Stefan Rinck den Umsatz des Maschinenbauers über die Schwelle von 200 Millionen Euro hieven. Singulus profitiert derzeit vom Blu-ray-Boom, der durch Hollywood-Streifen wie Avatar angetrieben wird.
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Szene aus dem Film "Shrek 3": Dank bekannter Hollywoodfilme boomt Blue-ray. Davon profitiert Singulus. Quelle: Cinetext/Allstar/DreamWorks SKG

Szene aus dem Film "Shrek 3": Dank bekannter Hollywoodfilme boomt Blue-ray. Davon profitiert Singulus.

FRANKFURT. Der Maschinenbauer Singulus will nach einer langen Dürrephase im kommenden Jahr in die schwarzen Zahlen zurückkehren. „Wenn wir alle Projekte realisieren können, gehen wir davon aus, dass wir 2011 operativ einen Gewinn schreiben werden“, sagte Vorstandschef Stefan Rinck dem Handelsblatt.

In den vergangenen Jahren hat der Konzern aus Kahl am Main einen schmerzlichen Umbau durchgemacht, der Verlust vor Steuern und Zinsen (Ebit) summiert sich seit 2008 auf rund 200 Millionen Euro.

Nun soll es endlich besser werden. Anzeichen für eine Erholung entdecke er bei seinen vorweihnachtlichen Einkaufstouren durch die Elektronikmärkte, sagte Rinck, der seit April an der Spitze des Unternehmens steht. Breit beworben zieht der Absatz von Blu-ray-tauglichen TV- und Videogeräten deutlich an. Singulus baut die Maschinen, mit denen Filme auf Blu-ray-Disc überspielt werden können.

Die Verkäufe der Silberlinge steigen rasant. Nach Angaben des Dienstleisters Media Control wuchsen diese in Westeuropa im vergangenen Quartal um 75 Prozent auf 8,6 Millionen; der Anteil am Gesamtmarkt stieg von vier auf sieben Prozent. Marktforscher erwarten ein weiter deutliches Wachstum – getrieben von Hollywood-Streifen wie Avatar oder Shrek. Nur mit der Blue-ray-Technik können die Filme daheim in 3-D abgespielt werden.

Blue-ray-Technik ist gefragt

Unangefochtener Marktführer bei Blue-ray-Maschinen ist Sony, aber die Japaner bauen die Anlagen nur für den Eigengebrauch. Die Konkurrenz, wozu auch viele Hollywood-Studios zählen, greift auf Singulus zurück. „Wir haben im freien Markt einen Anteil von 90 Prozent“, sagte Singulus-Chef Rinck.

In diesem Jahr hat Singulus rund 30 Maschinen an seine Kunden ausgeliefert. „Unser Ziel ist eine jährliche Produktion von 60 Maschinen.“ Bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis von rund 1,6 Millionen Euro pro Anlage kann der Konzern einen Jahresumsatz von etwa 100 Millionen Euro einfahren.

Von alter Größe ist Singulus damit weit entfernt. Im Jahr 2006 setzte das Unternehmen 283 Millionen Euro um. Große Hoffnungen setzt Rinck daher auf das Solargeschäft, das zweite Standbein der im TecDax notierten Firma.

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1 Kommentar zu "Maschinenbauer: Blu-ray-Technik lässt Singulus frohlocken"

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  • moinsen,

    wenn man schon einen artikel über dieses medium schreibt, so bin ich der meinung das man es auch richtig schreiben sollte! ;-)

    http://de.wikipedia.org/wiki/blu-ray_Disc

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