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Maschinenbauer Heideldruck-Chef verteidigt seinen Umbauplan

Die Kritik an Hundsdörfers Unternehmensführung wächst. Der CEO tritt dieser entgegen. Heideldruck sei nicht im „Restrukturierungsmodus“ mit gravierendem Jobabbau.
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Die Beschäftigung soll über den Abbau von Überstunden, Kurzarbeit und Altersteilzeit der zurzeit geringeren Nachfrage in Europa angepasst werden. Quelle: dpa
Rainer Hundsdörfer

Die Beschäftigung soll über den Abbau von Überstunden, Kurzarbeit und Altersteilzeit der zurzeit geringeren Nachfrage in Europa angepasst werden.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Chef von Heidelberger Druckmaschinen ist der wachsenden Kritik an seiner Unternehmensführung entgegen getreten. „Wir stehen deutlich besser und zukunftsorientierter da, als es von einigen gesehen und dargestellt wird“, sagte Vorstandschef Rainer Hundsdörfer am Dienstag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Der Weltmarktführer für Bogenoffsetdruckmaschinen sei nicht in einem „Restrukturierungsmodus“ mit gravierendem Personalabbau. Die Beschäftigung soll jedoch über den Abbau von Überstunden, Kurzarbeit und Altersteilzeit der zurzeit geringeren Nachfrage in Europa angepasst werden.

Der Maschinenbauer hatte im Mai sein mittelfristiges Umsatzziel von drei Milliarden Euro aufgegeben und im Juli die Nettogewinnprognose auf Null gesenkt. Als Grund verwies Heideldruck auf die Konjunkturabkühlung in Europa und den globalen Handelskonflikt. Im saisonal schwachen ersten Quartal verdoppelte Heideldruck den Nettoverlust bei schrumpfendem Umsatz auf 31 Millionen Euro. Der Aktienkurs des SDax-Unternehmens sackte im vergangenen Monat erstmals unter ein Euro.

Das sorgte für Kritik von Aktionärsvertretern auf der Hauptversammlung in der vergangenen Woche. In einem Schreiben an die „Rhein-Neckar-Zeitung“ überzogen außerdem nicht namentlich genannte Beschäftigte den Vorstand unter Hundsdörfer mit Vorwürfen. Das Management steuere das Unternehmen nicht entschlossen genug gegen den seit Jahren bestehenden Abwärtstrend am Markt für Druckmaschinen. Viele Beschäftigte fürchteten um ihre Jobs, hieß es in dem Schreiben.

Das Unternehmen hatte nach der Finanzkrise 2009 Tausende Arbeitsplätze abgebaut. Seit Jahren kommt das Unternehmen mit rund zweieinhalb Milliarden Euro Jahresumsatz kaum vom Fleck. Hundsdörfer verteidigte die Strategie, das Geschäft mit Digitaldruckmaschinen und Subskriptionen für Verbrauchsmaterial auszubauen. Das sei der richtige Weg, um sich im Technologiewandel zu bestehen und sich unabhängiger von konjunkturellen Schwankungen zu machen. Heideldruck werde „Zug um Zug eine andere Firma werden, die nach wie vor Maschinen bauen wird“, sagte Hundsdörfer. Dabei werde China, der größte Einzelmarkt von Heideldruck, die wichtigste Stütze bleiben.

Mehr: So will der traditionelle Maschinenbauer Heideldruck digital werden: Der Verkauf von Druckmaschinen ist nicht mehr das Hauptgeschäft. Wie sich der Mittelständler wandelt und warum die Strategie aufgehen könnte.

  • rtr
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