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Maut-Betreiber erweitert Führung Toll Collect zahlt ab Dezember

Der Maut-Betreiber Toll Collect wird ab Dezember die vertraglich vereinbarte Strafe von täglich 250.000 Euro zahlen - allerdings zunächst nur unter Vorbehalt. Ab Montag wird sich T-Mobile-Vorstand Klaus Hummel bei dem Unternehmen um die pannenträchtige Maut-Technik kümmern.

HB BERLIN. Das Maut-Unternehmen Toll Collect, hinter dem die Konzerne Deutsche Telekom, DaimlerChrysler und der französische Autobahnbetreiber Cofiroute stehen, wird ab Dezember die strittige Vertragsstrafe von 250.000 Euro pro Tag bezahlen. Das bestätigte am Sonntag ein Telekom-Sprecher. Die Zahlung erfolge aber unter Vorbehalt, denn bisher gebe es noch unterschiedliche Rechtsauffassungen zwischen dem Bundesverkehrsministerium und dem Bundesamt für den Güterverkehr, fügte der Sprecher zur Begründung hinzu.

Hintergrund ist ein Zusatzprotokoll vom Sommer: Darin legten der Bund und Toll Collect fest, dass Strafzahlungen erst nach vier Monaten nach Beginn der Einführungsphase fällig sind. Das wäre also zum 1. Januar 2004. Im Originalvertrag sind Strafzahlungen aber ab Dezember in Höhe von 7,5 Millionen Euro pro Monat vereinbart, ab März sogar in doppelter Höhe.

Zu Medienberichten, wonach sich der Mautstart bis in die zweite Jahreshälfte 2004 verschieben werde, wollte der Sprecher keine Stellung nehmen. Um die Schwierigkeiten beim Aufbau des Maut-Abrechnungssystem, das ursprünglich bereits im Sommer stehen sollte, in den Griff zu bekommen, erweitert Toll Collect ab Montag die Geschäftsleitung. Der ehemalige T-Mobile-Technikvorstand Klaus Hummel werde sich als Geschäftsführer um den Bereich der Technik kümmern, teilte der Telekom-Sprecher weiter mit.

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