Mazdas Erfolgsgeheimnis Einfach alles anders machen

Der Autobauer Mazda wächst in Europa derzeit schneller als die meisten Konkurrenten – ohne ein einziges europäisches Werk. Die Japaner machen dabei alles anders, als in der Branche üblich. Aber das sehr erfolgreich.
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Mazda möchte seine Modelle möglichst global verkaufen, so etwa das SUV CX-3. Quelle: Reuters
Modell für den Wachstumsmarkt

Mazda möchte seine Modelle möglichst global verkaufen, so etwa das SUV CX-3.

(Foto: Reuters)

GenfEigentlich kann das gar nicht funktionieren, was Mazda macht. Jedenfalls sieht es Fiat-Chef Sergio Marchionne so. Unter sechs Millionen verkauften Fahrzeugen weltweit könne man als Volumenmarke kaum erfolgreich sein, ließ sich der Italiener zitieren. Mazda ist die Gegenthese zu Marchionne.

Mit nur 1,4 Millionen verkauften Fahrzeugen peilen die Japaner einen neuen Gewinnrekord an. Selbst auf dem schwierigen europäischen Markt hat Mazda in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres um 16 Prozent zugelegt. Das Geschäftsjahr endet im März, dann soll die Zahl auf  180.000 verkaufte Fahrzeuge angestiegen sein.

Dieses Jahr sollen neue Rekorde aufgestellt werden. Dafür zeigen die Japaner auf dem Autosalon in  Genf zwei neue Modelle, die in den größten Wachstumssegmenten auf dem europäischen Markt unterwegs sind: den Kleinwagen Mazda 2 und den kompakten SUV CX-3. Die Marke von 200.000 verkauften Fahrzeugen haben die Japaner für das nächste Geschäftsjahr ins Visier genommen. Mit einem Wachstum von 11 Prozent läge man immer noch deutlich über dem Markt.

Wer verstehen will, wie Mazda das gelingt, muss einen Blick auf die Geschichte des Unternehmens werfen, sagt Jeff Guyton. Der Mazda-Europachef leitet den europäischen Ableger seit sechs Jahren, damals löste er James Muir ab. Es war eine Zeit, in der US-Partner Ford gerade seine mehrheitlichen Anteile an Mazda verkauft hatte. Guyton fand eine Marke vor, deren Zukunft mehr als ungewiss schien.

Wenige Jahre später wirken die Japaner wie ein glücklicher Single – und das ohne große Einkaufs- und Produktionsmacht. „Als wir noch mehrheitlich zu Ford gehörten, hätten wir ja eigentlich von größeren Skaleneffekten profitieren müssen“, sagt Mazda-Europachef Jeff Guyton im Interview mit dem Handelsblatt. „Aber wenn man einen Blick auf die damalige Realität wirft, sieht man, dass wir das kaum getan haben.“

Für Guyton hat die Eigenständigkeit darum Vorteile. „Heute müssen wir zwar mehr Entwicklungsarbeit als in der Vergangenheit leisten“, sagt er. „Aber das zahlt sich aus, wenn wir beispielsweise ein Bauteil später nicht nur für ein, sondern für verschiedene Modelle  verwenden können – ohne auf Partner achten zu müssen.“

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  • Wann erneuert Madza den in die Jahre gekommenen CX 7? Warum nimmt man nicht am SUV Boom teil ?

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