McKesson-Offerte Celesio-Aktionäre bleiben hart

Für das US-Unternehmen McKesson wird es eng. Die Übernahme des deutschen Pharmahändlers Celesio droht zu scheitern, weil Aktionäre den Deal derzeit blockieren. McKesson läuft die Zeit davon.
Update: 06.01.2014 - 17:23 Uhr Kommentieren
Das Logo des Pharmadienstleisters Celesio AG am Gebaeude der Unternehmenszentrale, aufgenommen in Stuttgart. Die Übernahme von Celesio durch das US-Unternehmen McKesson könnte scheitern. Quelle: dapd

Das Logo des Pharmadienstleisters Celesio AG am Gebaeude der Unternehmenszentrale, aufgenommen in Stuttgart. Die Übernahme von Celesio durch das US-Unternehmen McKesson könnte scheitern.

(Foto: dapd)

FrankfurtDie geplante Übernahme des Stuttgarter Pharmahändlers Celesio wird für den US-Konzern McKesson immer mehr zur Zitterpartie. Die Amerikaner konnten bis wenige Tage vor Ablauf der Angebotsfrist nur eine geringe Anzahl von Celesio-Aktionären für ihre milliardenschwere Übernahmeofferte begeistern. Bis Montagnachmittag seien ihr 2,01 Millionen Celesio-Aktien angedient worden, teilte die McKesson-Gesellschaft Dragonfly im Internet mit. Das entspreche erst 1,18 Prozent des Aktienkapitals. Am Freitagnachmittag waren es 0,57 Prozent gewesen. Bei Übernahmeprozessen kommt es allerdings häufig vor, dass sich Aktionäre bis unmittelbar vor Fristende zurückhalten. McKesson bietet 23 Euro je Celesio-Aktie.

Bis zum 9. Januar um 24.00 Uhr muss McKesson mindestens 75 Prozent der Celesio-Anteile und von zwei Wandelanleihen eingesammelt haben, damit die Übernahme klappt. Genau diese Hürde könnte sich aber als Stolperstein herausstellen, da der amerikanische Hedge-Fonds Elliott sich mit einem Anteil von 22,7 Prozent - Wandelanleihen eingerechnet - bei Celesio eingekauft hat und auf eine höhere Offerte pocht. Elliott drohte bereits damit, die Übernahme scheitern zu lassen, sollte McKesson das Angebot nicht erhöhen. An der Börse wurden die im Nebenwerte-Index MDax notierten Celesio-Aktien am Montag knapp unter dem Übernahmepreis bei Kursen um 22,55 Euro gehandelt.

Der Offerte zugestimmt hat bereits der Duisburger Mischkonzern Haniel, der mit 50,01 Prozent noch größter Aktionär von Celesio ist. Haniel winken aus dem Verkauf rund zwei Milliarden Euro. Mit dem Geld will sich Haniel entschulden, um danach seine Geschäftsfelder durch kleinere Übernahmen zu verbreitern.

  • rtr
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