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Medienbericht Daimler dementiert Kürzung von Absatzziel für Elektro-SUV EQC

Der Autobauer kann einem Medienbericht zufolge nicht genug Batterien produzieren. Doch Daimler widerspricht: Die Produktionspläne hätten sich nicht geändert.
23.01.2020 Update: 23.01.2020 - 20:58 Uhr Kommentieren
Daimler hat sein Absatzziel für den Elektro-SUV einem Medienbericht zufolge kräftig gekürzt. Quelle: Bloomberg
Mercedes-Benz EQC

Daimler hat sein Absatzziel für den Elektro-SUV einem Medienbericht zufolge kräftig gekürzt.

(Foto: Bloomberg)

Frankfurt, München Daimler hat einen Medienbericht über eine Kürzung seines Absatzzieles für den Elekro-SUV Mercedes-Benz EQC im laufenden Jahr dementiert. Die Produktionspläne für 2020 hätten sich nicht geändert, sagte ein Sprecher des Stuttgarter Autobauers am Donnerstagabend. Der Pkw-Hersteller wolle in diesem Jahr rund 50.000 Fahrzeuge vom Typ EQC produzieren.

Das "Manager Magazin" hatte zuvor unter Berufung auf Insider berichtet, dass Daimler wegen Nachschubproblemen sein Absatzziel halbieren müsse. Weil Daimler nicht genug Batterien produzieren könne und der Hersteller LG Chem nicht genug Zellen liefere, habe Daimler-Chef Ola Källenius das Ziel von ursprünglich 50.000 bis 60.000 auf gut 30.000 Fahrzeuge gekürzt, berichtete das Magazin weiter. Im vergangenen Jahr habe Daimler 25.000 Autos vom Typ EQC verkaufen wollen, aber nur 7000 gebaut.

Mit dem Nachschub an Batteriezellen kämpfen mehrere Hersteller, während ihnen die EU-Kommission mit Vorgaben zur Verringerung der CO2-Emissionen im Nacken sitzt. Wenn die Autobauer die Grenze von durchschnittlich 95 Gramm CO2 je gefahrenem Kilometer reißen, müssen sie im kommenden Jahr hohe Bußgelder zahlen. Jedes verkaufte Elektroauto hilft den Herstellern, den Durchschnittswert der Neuwagenflotte zu senken.

Berechnungen des Beratungsunternehmens PA Consulting zufolge kam Daimler im Jahr 2018 auf 130,4 Gramm und muss den Wert bis 2021 auf 103,1 Gramm senken. Anderenfalls droht dem Konzern diesen Berechnungen zufolge ein Bußgeld von 997 Millionen Euro. Für 2019 liegen noch keine entsprechenden Zahlen zum CO2-Ausstoß vor.

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    Mehr: Erneut kann Daimler die Gewinnerwartungen nicht erfüllen, die Probleme im Konzern werden nicht weniger. Ola Källenius ist als Sparkommissar gefragt.

    • rtr
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