Medienbericht EU will Autoindustrie bezuschussen

Weil Europas Autobauer nach wie vor mit Absatzproblemen kämpfen, will nun die EU-Kommission aktiv werden. Einem Medienbericht zufolge will Brüssel die Entwicklungsabteilungen der Autokonzerne finanziell unterstützen.
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Auch Opel kämpft mit sinkenden Absatzzahlen. Quelle: dpa

Auch Opel kämpft mit sinkenden Absatzzahlen.

(Foto: dpa)

MünchenAngesichts von Problemen in der europäischen Autoindustrie bereitet die EU-Kommission angeblich einen Aktionsplan vor. Wie das Magazin „Focus“ mitteilte, will die Brüsseler Behörde die Entwicklungsabteilungen von Autokonzernen bis zum Jahr 2020 bezuschussen. Das Geld dafür soll aus einem 80 Milliarden Euro umfassenden Forschungsbudget stammen. Laut „Focus“ will EU-Industriekommissar Antonio Tajani das Konzept in Kürze vorstellen.

Die Kommission wolle mit dem Aktionsplan auch zusagen, die Industrie bei neuen Klimaschutzauflagen für Autos künftig umfassend einzubinden, berichtete die Zeitschrift. Zudem sollten Werksschließungen mit Hilfsprogrammen sozial verträglicher gestaltet werden.

Die Autoverkäufe in der EU waren im September den zwölften Monat in Folge gesunken. Im Vergleich zum September 2011 gingen sie nach Angaben der Hersteller um 10,8 Prozent auf rund 1,1 Millionen Fahrzeuge zurück. Auf dem deutschen Markt betrug das Minus demnach 10,9 Prozent, in Italien sogar 25,7 Prozent.

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23 Kommentare zu "Medienbericht: EU will Autoindustrie bezuschussen"

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  • Wieso sollen nur die Autokonzerne finanziell Unterstützt werden? Die Lieferanten sind doch diejenigen die Innovation und Entwicklung vorantreiben, deren Entwicklungsabteilungen müssen doch gefördert werden. Die Schaeffler Gruppe ist führend unter den Lieferanten was Innovation und Entwicklung anbelangt aber haben es nicht nötig finanziell unterstütz zu werden.

  • Also ich persönlich habe als junger Mensch auch überhaupt keinen Bock mehr, mir jemals ein Auto anzuschaffen. Wozu braucht man sowas? Dieser Gedanke des Individualverkehrs ist sowieso völlig daneben. Ich verballer doch nicht jeden Tag literweise fossile Brennstoffe um von A nach B zu kommen wenn ich auch einfach laufen, Fahrradfahren oder im Zweifelsfall mal den Zug nehmen kann? Da ist mein Geld in anderen Bereichen wesentlich besser angelegt!

  • Die EU (und deutsche Politiker) sollte(n) sich langsam mal entscheiden. Was brauchen wir denn nun? Mehr Autos oder weniger Autos?

    Sollten wir WENIGER Autos benötigen, dann sind die Fabrikschließungen aller erstens zu begrüßen. Weniger Fabriken, weniger Arbeit, weniger Autos, weniger Umweltzerstörung und ja, im Endeffekt, weniger Menschen, weniger Familien, Armut(?), wenig Einkommen, Hartz4 für Autoarbeiter?

    Oder wollen wir jetzt mehr Autos? Also Subventionen ohne Ende, Straßenbau, billiges Benzin/Diesel, viele Arbeitsplätze, hohes Wachstum, hohes Einkommen..?

    Liebe EU, liebe deutsche Politiker, entscheidet Euch endlich! Was solls denn nun sein? Mehr Autos oder weniger Autos?

  • In Europa gibt es Überkapazitäten diese werden mit Subventionen nicht abgebaut. Die Folgen sind Steuergelderverschendung und ein Hinausziehen der nötigen Anpassungen der europäischen Autoindustrie. Die Kapazitäten müssen der Nachfrage angepasst werden ohne gesunde Margen( Autofirmen müssen Geld verdienen) kann man der asiatischen Konkurrenz auf lange Sicht nichts entgegenbringen.

  • verstehen sie die Schizophrenie daran:

    auf der einen Seite Subventionen für die Autoproduktion und Abwrackprämien etc.

    und auf der anderen Seite die Autofahrt unerschwinglich machen wollen und damit zeitgleich einen Überwachungsstaat ausbauen wollen.

    was soll man mit den Autos, wenn man sich die Fahrten nicht mehr leisten kann? Siehe Spanien gerade - die pleitegehenden Privatautobahnen, weil dort niemand mehr fahren kann.

    wer Schizophrenie findet, darf sie behalten.

  • der Witz ist der, dass selbe EU das Auto aber unerschwinglich machen will. Denn es gibt Ideen in Brüssel, mit dem Satelittensystem Galileo jeden Bürger kostenpflichtig beim Autofahren zu überwachen. Es soll nachher jeder km Autofahrt kostenpflichtig abgerechnt werden, um die EU Bürger finanziell auszusaugen, v.a. die Pendler hat man im Visier.

    die EU will schizophrenerweise auf der anderen Seite nämlich möglichst wenig Autofahrer auf den Straßen und das Autofahren v.a. zu Stoßzeiten unerschwinglich machen. Helfende Hände dazu kommen aus der Industrie wie Toll Collect.

    diese politische Schizophrenie der Widersprüche find ich persönlich immer am schlimmsten, wenn es um Subventionen geht.

    im Endeffekt sollen Europäer nachher nicht mehr Autofahren dürfen - hier soll es unerschwinglich werden, damit anderswo die neuen Mittelschichten es sich leisten können.
    Das ist halt auch eine Art globale Umverteilung.

  • Hurra Bürger der EU. Wir dürfen wieder die hohen Gewinne der Konzerne, die hohen Managergehälter und die überteuerten Verkaufspreis der KFZ retten.

  • Da hat ja jemand gute Lobbyarbeit gemacht. Gab es nicht mal ein Elektroauto das über 600 km mit einer Ladung nach Berlin gefahren ist, in Begleitung vom ADAC und Politikern. Das ist in einer Halle dann verbrannt. (Brandstiftung) Was ist damit eigentlich. Aber so etwas darf ja nicht gefördert werden. Das Auto ist ja nicht mit Erdöl gefahren.

  • Das halte ich für einen absoluten Skandal. Ich habe 2008 mein Auto abgeschafft, weil Autos die Lebensqualität der Menschen allein durch ihre Existenz stark reduzieren. Autos sind für Radfahrer und Fußgänger aber auch durch die Landschaftszerstörung durch Straßen und das Totfahren von Tieren eine Zumutung.

  • Es ist in der Tat ein Unfug den in Bedrängnis geratenen Autobauern Subventionen anzubieten. Das System sagt,dass die fitten überleben. Ein am Leben halten von nicht konkurrenzfahigen Firmen schadet den guten Marken und ist
    ein Werkzeug aus der sozialistischen Werkzeugkiste.
    Außerdem ist sowohl der Euro wie das Europa der Euroländer
    bereits heute klar kaputt. Es ist ein klarer Fracasso
    der EU aber auch der Politik der Staaten, die eine einheitliche Währung an Länder mit zu verschiedene Ökonomien verpasst haben, dann nahezu 10 Jahre nichts prüften, sinnlose Bauprojekte großzügig bezuschussten, gültige und vom Volk genehmigte Verträge brachen und in kläglicher Weise auch inkonsequent sich gegenüber Betrügerstaaten verhielten. Anstatt beim eigenen Volk Steuern einzutreiben wird Hilfe gefordert.
    Nur völlig verantwortungslose Politiker treiben dies weiter mit dem Geld ihrer Bürger und Steuerzahler ! Sie werden die Rechnung in 13 dafür bekommen !

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