Medienbericht Verhandlungen zur Opel-Sanierung drohen zu scheitern

Die Gespräche über den Erhalt von Opel-Standorten geraten offenbar ins Stocken. Einem Medienbericht zufolge will die Opel-Mutter GM dem Stammsitz Rüsselsheim wichtige Aufgaben entziehen. Die Gewerkschaften protestieren.
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Die Gespräche zur Sanierung von Opel geraten ins Stocken. Quelle: dpa

Die Gespräche zur Sanierung von Opel geraten ins Stocken.

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FrankfurtDie Verhandlungen über die Zukunft des Autobauers Opel drohen einem Bericht zufolge zu scheitern. "Spiegel Online" meldete am Sonntag, ein Streitpunkt zwischen der Opel-Konzernmutter General Motors und den Arbeitnehmervertretern sei die Forderung der US-Seite, die zentrale Fertigungsplanung, der Werkzeugbau und der Prototypenbau am Opel-Stammsitz Rüsselsheim aufzugeben.

Betroffen davon wären 700 Arbeitsplätze in Rüsselsheim. Arbeitnehmervertreter könnten einer solchen Verlagerung nicht zustimmen, ohne einen Aufstand in der eigenen Belegschaft zu verursachen. Auch gebe es Streit um Produktion eines neuen Dieselmotors, den GM lieber in Ungarn produzieren lassen wolle.

Dem umkämpften Opel-Automobilwerk Werk Bochum drohe damit schon im kommenden Jahr das Aus, berichtete die Website. GM hat bereits angekündigt, bei einem Scheitern der Gespräche fühle sich das Management nicht mehr an das Angebot gebunden, die Fahrzeug-Produktion in Bochum erst Ende 2016 statt Ende 2014 einzustellen. "Wir kommentieren keine laufenden Verhandlungen", sagte ein Opel-Sprecher am Sonntag. "Wir hoffen nach wie vor, dass wir bis Ende Februar zu einem guten Ergebnis kommen".

Der US-Konzern hat im abgelaufenen Jahr im Europa-Geschäft mit den beiden Marken Opel und Vauxhall einen Betriebsverlust von satten 1,8 Milliarden Dollar aufgetürmt, fast drei Mal so hoch wie im Jahr davor. Unternehmen und Arbeitnehmer haben noch bis Monatsende Zeit, sich auf weitere Einschnitte zur Sanierung des Unternehmens zu verständigen.

Die Arbeitnehmervertretung fordert unter anderem den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen über 2016 hinaus. Die Hoffnung beider Seiten richtet sich auch auf den von VW kommenden neuen Opel-Chef Karl-Thomas Neumann, der Anfang März das Steuer bei der Traditionsmarke übernehmen soll.

  • rtr
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15 Kommentare zu "Medienbericht: Verhandlungen zur Opel-Sanierung drohen zu scheitern"

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  • Aber ja doch! Irgendwoher müssen die vielen Miesen ja herkommen. Allerdings frage ich mich, warum die Staatsanwaltschaft nicht bei Opel Beweise sichert, wenn die so viel mehr Geld ausgeben, als einnehmen... Da kann doch mindestens einer nicht rechnen bei Opel!

    Sofort Insolvenz anmelden und die Amerikaner raushauen!!!

  • Ich denke auch, dass die Karikatur GM uns noch eine Weile dienlich ist.

    Wie man überallerortens erkennt, hat das Auto fertig und es ist Zeit für ein neues Individualverkehrsmittel für globale Bürger, sowas hiess glaube ich "Terraner" in den SciFi aus meiner Kindheit. Ich bin für weltweit gleiche Abgaben bei den IVMs!


  • Gebe dem Vorredner recht: der Laden gehört abgewickelt.
    Schluß mit dem Elend aus Rüsselsheim.

    Als Karikatur könnten die aber noch eine Zeit lang ganz dienlich sein.

  • GM hat es verstanden und will Opel deswegen Kernbereiche und Kompetenzen entziehen. Damit wiii GM Opel von sich abhängig machen und sollte sie Opel verkaufen, wird sie davon nicht hart betroffen.

    Aber es stimmt nicht, daß die Amis selber nichts entwickeln können. Die sind experimentierfreudiger und auch risikofreudiger als die Deutschen. Langfristig betrachtet stehen sie besser da. Zudem haben die einen Nationalstolz, der in schwierigen Zeiten sie motiviert.

  • Das Gehampel von und um Opel ist grauenhaft - der Laden ist fertig und gehört abgewickelt - es werden bis auf wenige Modelle nur noch teure Ladenhüter angeboten und selbst neueste Technik a la Ampera ist ein Vollflop. Zudem wird die identische Technik von Chevrolet deutlich billiger mit einem angenehmeren Design verkauft - wer braucht da noch Opel?
    Einzige die R&D-Bereiche sind wirklich interessant - zusammen mit PSA kann daraus was werden - aber nur, wenn man gut 50% der Strukturen entsorgt und so das Ganze auf ein wirtschaftliches Minimum zusammendampft.
    Opel ist jetzt schon ein Stück Geschichte...nur der im Wachkoma liegende Patient zückt noch ein bisschen, bis die Amis die Geräte ausschalten...spätestens 2016 ist es mit Opel vorbei.

  • Im Preis pro kg ist der Astra damit wohl in Deutschland ungeschlagen preiswert...

  • Das dauernde Gemecker auf die Amerikaner ist lächerlich.
    Wer hat tonnenschwere Ungetüme auf die Strasse gebracht, die saufen und unter sehr hohem Wertverlust leiden?

    Wenn Mutti im Astra mit 1580 kg Eigengewicht und 8,2 l Diesel pro 100km durch die Gegend fährt - waren es die Nichtskönner aus Rüsselsheim. Und eben nicht die Amis.

  • Der neue von VW soll's richten? Und sich dabei gleich mit der GM Riege überwerfen? Ob man da nicht etwas zuviel erwartet?

    GM, das muss man sich noch einmal klar machen, ist eine Pleitefirma, die wie unsere Banken vom Staat gerettet werden musste! Das Management taugt genauso wenig wie vorher. Aber denen wurde klar gemacht, dass es eine zweite Rettung nicht geben wird.

    Und man muss klar sehen, dass der amerikanische Staat sicher nicht die deutschen Arbeitsplätze gerettet hat, sondern einzig und allein ein großes amerikanisches Unternehmen vor einer Pleite à la Enron.

  • Endlich keine hoffnungsvollen Sprüche mehr wie in den letzten Jahren. Das war es. Nächstes Jahr bleibt der Parkplatz des OPEL Werkes 1 leer und die Hallen dunkel, ich werde es sehen. Der Buick ( Insignia ) kommt aus Shanghai. Und aus.

  • US- Krieger gegen deutsche Opel- Zivilisten?
    Macht halt einen zweimonatigen Generalstreik in der Entwicklungsabteilung von Opel!
    GM kann gar nicht stärker getroffen werden, weil selbst zur Entwicklung unfähig!
    Wenn Ingenieure und Arbeiter in D. nicht als Patrioten zusammenhalten, geht beides den Bach runter! Lernt schlau zu kämpfen! Dann werdet ihr auch im Nichttechnischen endlich wieder stolz !!!!

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