Medikamente Pharmakonzern Pfizer verschiebt nach Trump-Kritik Preiserhöhung

Nach Kritik von Donald Trump verschiebt der Pharmakonzern Pfizer eine Preiserhöhung für Medikamente. Der US-Präsident zeigt sich begeistert.
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Pfizer und andere Pharmaunternehmen hatten zum 1. Juli die Preise für einige Arzneien erhöht. Quelle: dpa
Medikamente

Pfizer und andere Pharmaunternehmen hatten zum 1. Juli die Preise für einige Arzneien erhöht.

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WashingtonDer Pharmariese Pfizer will nach heftiger Kritik von US-Präsident Donald Trump bestimmte Preiserhöhungen für Arzneimittel aussetzen. Nach „ausführlichen Diskussionen“ mit Trump habe man sich entschlossen, dem Präsident zunächst die Gelegenheit zu geben, an seinem Plan zur Stärkung des Gesundheitssystems zu arbeiten, teilte der Viagra-Hersteller am Dienstagabend mit.

Trump hatte Pfizer am Vortag bei Twitter scharf angegriffen - der US-Konzern solle sich schämen, ohne Grund Arzneimittelpreise anzuheben. Damit nutzten sie arme Menschen und andere Betroffene aus, die sich nicht selbst verteidigen könnten.

Noch bevor das Unternehmen nun sein Statement abgeben konnte, twitterte der US-Präsident: „Pfizer nimmt seine Preiserhöhungen zurück, so dass amerikanische Patienten nicht mehr zahlen.“ Er hoffe, dass andere Firmen das Gleiche täten.

US-Pharmakonzerne stehen schon lange wegen ihrer Preispolitik in der Kritik. Pfizer ist als Branchenführer besonders im Fokus. Das Unternehmen hatte erst am 1. Juli - zum Ärger Trumps - einige weitere Preiserhöhungen durchgeführt, die nun ausgesetzt werden sollen.

Der Republikaner Trump hatte im Mai einen Plan vorgestellt, wie die Arzneimittelpreise gesenkt werden sollen. Trump sagte damals, mehrere Pharmahersteller würden in zwei Wochen „freiwillige, massive.“ Preissenkungen ankündigen. Allerdings gibt es bis heute keine konkreten Schritte.

Das US-Gesundheitssystem leidet unter steigenden Versicherungskosten und gilt als eines der teuersten und ineffizientesten weltweit.

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