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Medizintechnik-Hersteller Kosten drücken Gewinn von Drägerwerk

Mehr Gewinn, aber auch höhere Kosten: Der Medizintechnik-Hersteller Dräger hat im abgelaufenen Quartal weniger Gewinn gemacht. Er hofft darauf, dass sich die Investitionen in Vertrieb und Marketing langfristig lohnen.
02.05.2013 - 10:18 Uhr Kommentieren
Familienunternehmen mit Tradition: Das Lübecker Unternehmen wird in fünfter Generation geeführt. Quelle: dpa

Familienunternehmen mit Tradition: Das Lübecker Unternehmen wird in fünfter Generation geeführt.

(Foto: dpa)

Frankfurt Höhere Ausgaben für Marketing und Forschung haben im ersten Quartal den Gewinn von Drägerwerk gedrückt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) fiel um 15 Prozent auf 39,8 Millionen Euro, der Nettogewinn sank um elf Prozent auf 22,6 Millionen Euro, wie der Lübecker Anbieter von Medizin- und Sicherheitstechnik am Donnerstag mitteilte.

Dabei machte Drägerwerk mehr Geschäft: Der Umsatz kletterte währungsbereinigt um 1,7 Prozent auf 534 Millionen Euro, der Auftragseingang um 4,5 Prozent auf 571 Millionen Euro. „Ich bin zuversichtlich, dass wir mit der neuen Marketingorganisation und den starken F&E-Aktivitäten die langfristig richtigen Entscheidungen getroffen haben“, erläuterte Vorstandschef Stefan Dräger.

Die Ebit-Marge rutschte auf 7,5 Prozent von 8,8 Prozent im Vorjahresquartal. Insgesamt stiegen die Kosten im ersten Quartal um sieben Prozent, vor allem wegen höherer Ausgaben für Vertrieb, Marketing und IT-Systeme. Gleichzeitig gab Drägerwerk mehr als neun Prozent vom Umsatz für Forschung und Entwicklung aus - im Vorjahreszeitraum waren es noch 8,7 Prozent gewesen.

„Wir würden das schwächere erste Quartal nicht überbewerten, denn das Jahresergebnis hängt sehr vom vierten Quartal ab“, erläuterte DZ-Bank-Experte Sven Kürten. Insgesamt lagen die Zahlen im Rahmen der Analysten-Erwartungen. Die im TecDax gelisteten Vorzugsaktien lagen unverändert bei 93,59 Euro.

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    An seiner Prognose für 2013 hielt der börsennotierte Familienkonzern fest. Demnach erwartet Drägerwerk ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum zwischen zwei und vier Prozent sowie eine Ebit-Marge von acht bis zehn Prozent.

    • rtr
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