Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Medizintechnik Siemens Healthineers verfehlt Margenziel knapp – die Blitzanalyse

Der Medizintechnik-Spezialist hat seine Ziele im Geschäftsjahr nur teilweise erreicht. Probleme bei der Einführung einer Diagnostikplattform belasten.
04.11.2019 - 08:13 Uhr Kommentieren
Siemens-Atie: Healthineers verfehlt Margenziel knapp Quelle: Reuters
Siemens Healthineers

A staffer works on a magnetic resonance imaging machine at a production line of Siemens Healthineers in Shenzhen, China May 25, 2018. REUTERS/Bobby Yip

(Foto: Reuters)

München Die Siemens-Tochter Healthineers hat am Montagmorgen die Bilanz des Geschäftsjahres 2018/19 (30. September) vorgelegt. Vorstandschef Bernd Montag sagte, dank eines „starken Jahresendspurts“ sei die Wachstumsprognose übertroffen worden. Allerdings sei das Margenziel wegen der Probleme in der Diagnostiksparte nicht ganz erreicht worden. Hier die wichtigsten Fakten.

  • Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr vergleichbar um 5,8 Prozent auf 14,5 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt mit 14,3 Milliarden Euro gerechnet. Versprochen hatte das Unternehmen einen Zuwachs um vergleichbar vier bis fünf Prozent.
  • Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis stieg im Rahmen der Analysten-Erwartungen um neun Prozent auf 2,5 Milliarden Euro.
  • Die operative Umsatzrendite lag somit bei 17,3 Prozent. CEO Montag hatte eine Marge von 17,5 bis 18,5 Prozent angekündigt.

Das fällt positiv auf

Bildgebung weiter stark: Die Imaging-Sparte, zu der zum Beispiel das Geschäft mit Computertomographen und Röntgengeräten gehört, ist die traditionelle Stärke von Siemens. Auch im vergangenen Geschäftsjahr entwickelte sich der Bereich gut. Die Umsätze stiegen um zehn Prozent auf 8,9 Milliarden Euro. Die Marge verbesserte sich nochmals leicht auf 20,2 Prozent. Auch die Sparte „Advanced Therapies“ kam voran.

Das fällt negativ auf

Diagnostiksparte weiter enttäuschend: Die Probleme in der Diagnostiksparte hat Siemens noch nicht im Griff. Der Konzern setzt große Hoffnungen auf die neue Diagnostik-Plattform Atellica. Doch die Installation gerade bei Großkunden gestaltet sich schwierig. Der Umsatz der Sparte stieg im Geschäftsjahr 2018/19 nur um vier Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis sank sogar um 17 Prozent auf 376 Millionen Euro.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Die Marge ging damit von 12,1 auf 9,3 Prozent zurück. Es wurden 1820 Systeme der neuen Atellica-Plattform ausgeliefert werden. Zu Beginn des Geschäftsjahres hatte Montag bis zu 2500 Installationen in Aussicht gestellt. „Wir gehen die Herausforderungen bei Diagnostics entschlossen an“, sagte Montag nun.

    Was jetzt passiert

    Weiteres Wachstum erwartet: Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Healthineers ein vergleichbares – also um Währungs- und Portfolio-Effekte bereinigtes - Umsatzwachstum von fünf bis sechs Prozent. Das bereinigte, unverwässerte Ergebnis je Aktie soll um sechs bis zwölf Prozent zulegen. Auch für die Jahre danach verspricht Montag Wachstum.

    Doch für den mittelfristigen Erfolg von Healthineers – an der Börse und geschäftlich – wird sein, ob Atellica ein Erfolg wird. Der zuständige Manager musste bereits gehen, Montag kümmert sich nun selbst um den weiteren Anlauf. Sie die Diagnostik-Systeme erst einmal beim Kunden installiert, winken Healthineers stabile Umsätze und Gewinne. Denn das Geld verdient man in der Branche nicht mit dem Verkauf der Anlagen, sondern mit den Reagenzien für den laufenden Betrieb. Das ist so ähnlich wie mit den Rasierern und den Rasierklingen.

    Mehr: Mit dem Kauf der Unternehmensberatung ECG Management Consultants will sich die Siemens-Tochter in der Gesundheitsberatung besser aufstellen.

    Startseite
    Mehr zu: Medizintechnik - Siemens Healthineers verfehlt Margenziel knapp – die Blitzanalyse
    0 Kommentare zu "Medizintechnik: Siemens Healthineers verfehlt Margenziel knapp – die Blitzanalyse"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%