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Mega-Yachten liegen im Trend und versprechen deutschen Werften gute Geschäfte Fregatte mit Golfabschlagplatz

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Die Wettbewerber verfügen meist schon über eine Flotte von Luxusdampfern. Das Rennen um die längste Yacht der Welt sprengt aber alle bekannten Dimensionen: Wenn vor zwanzig Jahren ein Schiff mit 60 Metern Länge noch Aufsehen erregte, hat es im Vergleich zu den aktuellen Projekten fast nur noch Beiboot-Charakter. Für TKMS beginnt das mittlere Segment beim Yachtbau erst bei 70 Metern. „Der Trend läuft auf Schiffe von bis zu 180 Metern Länge zu“, sagt Borgschulte.

Ob nun Lürssen oder TKMS: Beiden kommt in dem Segment ihr Know-how aus dem Marineschiffbau zu Gute, denn die Yachten haben inzwischen die Größe kleiner Fregatten erreicht und werden mit vergleichbarer Technologie angetrieben und gesteuert.

Dabei gilt: Der Kunde ist Kaiser. Hubschrauber-Plattformen, Mini-U-Boot, Basketballfeld oder ein Tonstudio – die Werften bauen alles in die Yachten, was der Eigner will, solange das Schiff noch schwimmt. Die früher bekannte Berechnungsgröße für den Kaufpreis – ein Bootsmeter für eine Millionen Dollar – ist damit auch passé.

Mit den Mega-Yachten lässt sich aber nicht nur bei Bau und Design Geld verdienen. Die Kunden verlangen später umfassende Betreuung und Wartung. Jährliche Kosten von mehreren Millionen Euro sind keine Seltenheit. Und wenn die Werften zusätzlich einen versenkbaren Golfabschlagsplatz ins Teak-Deck schnitzen sollen, kommt es auf eine Millionen Euro mehr auch nicht an. Wem das alles auf Dauer zu teuer ist, der kann auch chartern. Die 60 Meter lange Titan ist zum Beispiel für einen Wochenpreis von 320 000 Euro zu haben und hat Platz für 20 Gäste. Da könnte man dann auch teilen.

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