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Mehr Euro-6-Autos zugelassen Industrie wirbt für neue Diesel

Wie sinnvoll sind Fahrverbote für Diesel? Die Autoindustrie versucht, das Image dieses Autotyps aufzupolieren. Das Argument: Der Diesel der neuen Generation sei sparsamer als ein Benziner.
01.03.2017 - 17:27 Uhr Kommentieren
Die deutsche Automobilindustrie kämpft um das Image der Dieselautos. Quelle: dpa
Verkehr in Deutschland

Die deutsche Automobilindustrie kämpft um das Image der Dieselautos.

(Foto: dpa)

Berlin/Flensburg Dieselfahrzeuge der jüngsten Generation sind aus Sicht der deutschen Autoindustrie nötig, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Es gebe keinen Grund, Dieselmotoren generell zu verteufeln, sagte der Präsident des Verbands der Deutschen Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, am Mittwoch in Berlin. Im Gegenteil: Moderne Dieselautos nach dem Euro-6-Standard seien hinsichtlich Effizienz und CO2-Ausstoß zwischen 15 und 20 Prozent besser als aktuelle Benziner. Auch das Feinstaub-Problem sei bei diesen Modellen gelöst. Wenn man die Klimaschutzziele erreichen wolle, sei es unerlässlich, auch auf solche Dieselautos zu setzen.

Wissmann reagierte mit seinen Aussagen auf die anhaltende Diskussion um Stickoxide in der Luft von Großstädten. Die baden-württembergische Landesregierung hatte in der vergangenen Woche die Möglichkeit geschaffen, ältere Dieselautos aus Teilen der Stuttgarter Innenstadt zu verbannen. Das Verbot soll ab 2018 dann wirksam werden, wenn zu viel Stickoxide in der Luft sind. Wissmann nannte die Stuttgarter Entscheidung einen „Schnellschuss“.

Die Zahl umweltfreundlicherer Autos in Deutschland erhöhte sich nach Zahlen des das Kraftfahrt-Bundesamts zuletzt stark. Zu Jahresbeginn waren es 6,1 Millionen Fahrzeuge, welche die Euro-6-Norm erfüllten – das ist fast doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Ihr Anteil an den Autos auf deutschen Straßen stieg demnach auf 13,4 Prozent. Knapp zwei Drittel erfüllten hingegen lediglich die Euro-Normen 4 oder 5.

Wagen mit Elektro- oder Hybridantrieb sind in Deutschland dagegen immer noch selten. Zwar wuchs ihr Bestand der Flensburger Behörde zufolge stark – absolut gibt es aber gerade mal 32.000 (Elektro) und 165.000 (Hybrid) solcher Fahrzeuge in Deutschland. Das entspricht nur 1,6 Prozent. Knapp zwei Drittel aller Autos (65,5 Prozent) laufen dagegen mit Benzin, etwa ein Drittel (32,9 Prozent) mit Diesel.

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    Wissmann rechnete damit, das im Jahr 2025 schätzungsweise 15 bis 25 Prozent der Neuwagen einen Elektroantrieb haben werden. Entscheidend für das Erreichen der Klimaziele sei aber, dass bei den E-Autos auch Produktion, Betrieb und Recycling klimaneutral sind.

    • dpa
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