Mercedes und Lexus Luxus-SUV-Hersteller kämpfen um US-Markt

Lexus und Mercedes haben bei der New York International Auto Show neue SUVs vorgestellt. Die Unternehmen verschärfen den Kampf um die Vorherrschaft auf dem US-Markt. An der Spitze könnte es bald einen Wechsel geben.
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Das SUV-Modell GLA 45 AMG von Mercedes ist seit rund einem Jahr auf dem Markt. Mit neuen Luxus-Modellen will der Konzern zahlungskräftige Kundschaft locken. Quelle: ap
Mercedes SUV

Das SUV-Modell GLA 45 AMG von Mercedes ist seit rund einem Jahr auf dem Markt. Mit neuen Luxus-Modellen will der Konzern zahlungskräftige Kundschaft locken.

(Foto: ap)

New YorkDer Kampf um die Vorherrschaft auf dem US-Markt für Luxusautos verschärft sich. Lexus und Mercedes-Benz haben bei der New York International Auto Show neue SUVs vorgestellt.

Lexus zeigt eine neue Version des RX, des populärsten Modells der Marke. Mercedes präsentiert den GLE, den Nachfolger der M-Klasse. Die Luxusmarke Infiniti von Nissan Motor Co., die sich ebenfalls ein Stück vom Kuchen sichern will, fährt eine überarbeitete Version ihres Modells QX50 vor.

Alle Wagen sind geräumig, verfügen über reichlich Sonder-Ausstattung – und sie sind vollgestopft mit dem Neuesten an fahrerloser Technologie.

Mercedes und Lexus hatten Ende der 90er Jahre zu der Etablierung des hochgradig profitablen Segments der Luxus-SUVs beigetragen. Der Verkauf von Luxus-SUVs in den USA ist allein seit 2010 um 67 Prozent gestiegen.

Gedrängel im Gelände
Seat 20V20
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„Diese Autos treffen den Zeitgeist“, sagt Felix Kuhnert, Leiter des Bereichs Automotive bei der Beratungsfirma Pricewaterhousecoopers, und spricht, natürlich, von SUV. Dynamisches Design und praktischer Nutzwert würden viele neue Kunden locken, ist sich der Experte angesichts des Angebots auf dem Genfer Autosalon sicher. Hinzu kämen verbesserte Verbrauchswerte und günstige Spritpreise.

Autos für die Buckelpiste boomen
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Entsprechend viele Neuheiten fahren auf dem Autosalon in Genf (Publikumstage: 5. bis 15. März) vor. Und immer weitere Marken folgen dem Trend. So hat jetzt zum Beispiel auch Seat seinen ersten Geländewagen vorgestellt und in Genf das Tuch vom 20V20 gezogen. Zwar ist dieses betont sportliche SUV von knapp 4,70 Metern nur eine Vision. Doch steht der Allradler auch als Platzhalter für einen kleineren Geländewagen, der binnen Jahresfrist zu den Händlern kommt, wie Firmenchef Jürgen Stackmann bestätigt.

Mazda CX-3
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Einen Schritt weiter sind Marken wie Renault und Mazda, die ihre Modelle fürs Grobe jetzt so langsam auffächern - allerdings in gegenläufiger Richtung. Während die Franzosen dem kleinen Capture den großen Kadjar zur Seite stellen, dampfen die Japaner den CX-5 ein und schicken gegen Opel Mokka und Co künftig einen CX-3 ins Rennen.

Mazda CX-3
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Die Technik stammt vom gerade eingeführten Kleinwagen Mazda2, dazu kommt auf Wunsch ein Allradantrieb. Ab rund 19.000 Euro dürfte der Fünftürer kosten, angetrieben dann von einem Benziner mit etwa 120 PS.

Schnell wachsendes Marktsegment Mini-SUV
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Dass ein international eher kleiner Hersteller wie Mazda so schnell eine SUV-Variante seines neuesten Kleinwagens auflegt, lässt ahnen, wie wichtig das Segment mittlerweile ist. Die Wachstumsraten der Mini-SUV sind angesichts des weitgehend gesättigten Pkw-Marktes außergewöhnlich: Zwischen Herbst 2013 und Herbst 2014 ist die Zahl der Neuzulassungen in Deutschland um knapp 48 Prozent gestiegen.

Familienzuwachs
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Renault zeigt auf dem Genfer Autosalon mit dem Kadjar den großen Bruder des Captur.

Studie mit Perspektive
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Die japanischen Nobelmarken Infiniti und Lexus buhlen ebenfalls mit kompakten Geländewagen um Aufmerksamkeit. Zwar sind der Lexus LF-SA und der Infiniti QX30 noch Studien. Doch letzterer wird schon Anfang nächsten Jahres in Serie gehen, kündigt Firmenchef Roland Krüger an.

Mittelgroße SUVs wie der RX oder der GLE stehen hinter nahezu der Hälfte des Marktes für Luxus-SUVs. Sie generieren in aller Regel deutlich höhere Margen als andere Modelle der Autohersteller.

„Dies sind für Lexus und Mercedes unglaublich wichtige Fahrzeuge“, erklärt Michelle Krebs, leitender Analyst bei AutoTrader.com, in einem Interview mit Bloomberg. „Dieses Segment ist größer geworden. Und es gibt eine permanente Schlacht unter den Marken.”

Toyota Motor Corp., der Mutterkonzern von Lexus, hat im vergangenen Jahr 107.490 RXs verkauft. Das sind 3,4 Prozent mehr als 2013. Mercedes wiederum setzte mit 46.726 Fahrzeugen rund 13 Prozent mehr M-Klasse-Fahrzeuge ab.

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