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Merck-Chef Stefan Oschmann Guter Start für den Neuen

Merck zeigt sich nach der Übernahme von Sigma-Aldrich in solider Verfassung. Der neue Chef Stefan Oschmann garniert die ersten Quartalszahlen seiner Ägide mit einer gehobenen Gewinnprognose für das laufende Jahr.
04.08.2016 - 09:50 Uhr
Der neue Merck-Chef steigert die Gewinnprognose für das laufende Jahr. Quelle: dpa
Stefan Oschmann

Der neue Merck-Chef steigert die Gewinnprognose für das laufende Jahr.

(Foto: dpa)

Frankfurt Beim Pharma- und Life-Science-Konzern Merck läuft das Geschäft weiterhin besser als erwartet. Der Konzernumsatz legte im zweiten Quartal dank der Akquisition des US-Laborzulieferers Sigma-Aldrich und eines soliden organischen Wachstums um 18 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro zu. Das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) stieg um knapp 29 Prozent auf 1,16 Milliarden Euro und der bereinigte Gewinn je Aktie um 19 Prozent auf 1,55 Euro. Merck hat damit bei diesen von Analysten besonders beachteten Kennziffern die Erwartungen durchweg leicht übertroffen.

Vor allem das Gesundheitsgeschäft schnitt besser ab als erwartet. „Die starke Nachfrage nach unseren Produkten und die dynamische Marktentwicklung haben unseren Geschäften in Healthcare und Life Science zusätzlichen Rückenwind verliehen“, erklärte der neue Firmenchef Stefan Oschmann, der Anfang Mai die Führung in Darmstadt übernommen hat. „Das zweite Quartal verlief besonders bei Healthcare so gut, dass wir unsere Prognose für das Gesamtjahr anheben.“

Unterm Strich ist der Nettogewinn des Darmstädter Konzerns allerdings um neun Prozent auf 314 Millionen Euro zurückgegangen. Dabei schlugen zum einen die Integrationskosten für Sigma-Aldrich zu Buche, zum anderen höhere Abschreibungen und Forschungskosten in der Gesundheitssparte.

Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

(Foto: dpa)
Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

(Foto: ap)
Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

(Foto: Reuters)
Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

(Foto: AP)
Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

(Foto: dpa)
Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

(Foto: Reuters)
Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

(Foto: ap)

Für das gesamte erste Halbjahr dagegen weist Merck bei einem Umsatzplus von 19 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro einen Anstieg des Nettogewinns um 44 Prozent auf 907 Millionen aus. Dieser Anstieg geht allerdings komplett auf Veräußerungsgewinne aus Desinvestitionen zurück, die Merck bereits im erste Quartal vollzogen hat.

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    Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern jetzt ein bereinigtes Ebitda von 4,25 bis 4,4 Milliarden Euro und damit etwa 100 Millionen Euro mehr als bisher. Auch der Umsatz wird nach Erwartung des Konzerns etwas stärker wachsen als bisher angenommen, nämlich auf etwa 15 Milliarden Euro, während bisher die Prognosespanne von 14,8 bis 15 Milliarden Euro reichte. Organisch werde Merck moderat zulegen. Bisher war nur von einem leichten Wachstum die Rede. Dem dürften weiter negative Währungseffekte von drei bis fünf Prozent gegenüberstehen. Vor allem das Südamerikageschäft sei davon stark betroffen. Für diese Region beziffert Merck die negativen Währungseffekte auf 36 Prozent.

    Das Zahlenwerk des Darmstädter Konzerns wird insgesamt stark geprägt von der im vergangenen November vollzogenen Übernahme des amerikanischen Laborzulieferers Sigma Aldrich, der mit 13 Milliarden Euro größten Übernahme in der Geschichte des Unternehmens. Die Integration hat im zweiten Quartal wie auch im gesamten ersten Halbjahr jeweils 19 Prozentpunkte zum Wachstum des Konzerns beigetragen. Als Folge der Übernahme stehen noch rund 12,5 Milliarden Euro Netto-Finanzschulden in der Bilanz, immerhin etwa 200 Millionen Euro weniger als noch Ende des vergangenen Jahres. Das organische Wachstum von rund fünf Prozent wurde dagegen nach Angaben von Merck durch negative Währungseffekte von sechs Prozent komplett aufgezehrt.

    Dank Sigma-Aldrich machte vor allem die Lifescience-Sparte, in der Merck das Geschäft mit Laborreagenzien und Vorprodukten für die Biotechproduktion gebündelt hat, von Merck einen Sprung nach vorne. Sie hat ihren Umsatz im zweiten Quartal mit 1,4 Milliarden Euro nahezu verdoppelt.

    In der Gesundheitssparte dagegen sind die Erlöse um knapp drei Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zurückgegangen. Merck wird hier weiterhin durch wachsende Konkurrenz für das Multiple-Sklerose-Medikament Rebif und einen Mangel an neuen Produkten gebremst. Auch das Geschäft mit rezeptfreien Arzneien lief relativ schwach mit einem Umsatzminus von 10 Prozent.

    Große Hoffnungen stecken in neuem Krebsmedikament
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