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Merck-Chef Stefan Oschmann „Wir sind bewusst spießig“

Der Chef des Darmstädter Pharmakonzerns Merck, Stefan Oschmann, lobt im Interview mit dem Handelsblatt die Vorteile langfristigen Wirtschaftens, das Gespür für Maß und Mitte und die Bereicherung durch junge Gründer.
29.01.2017 - 19:36 Uhr
Der Vorstandschef des Pharma- und Life-Science-Konzerns Merck legt Wert auf die Zusammenarbeit mit Start-ups, um neue Medikamente zu entwickeln. Quelle: imago/sepp spiegl
Stefan Oschmann

Der Vorstandschef des Pharma- und Life-Science-Konzerns Merck legt Wert auf die Zusammenarbeit mit Start-ups, um neue Medikamente zu entwickeln.

(Foto: imago/sepp spiegl)

Davos Ob in Wissenschaft oder Technologie – Stefan Oschmann ist stets auf der Suche nach Partnern für Merck. Erst kürzlich reiste der CEO ins Silicon Valley. Mit Erfolg. Dort schloss er einen mehrjährigen Vertrag mit dem so wertvollen wie geheimnisumwitterten Start-up Palantir. Es geht um die Analyse großer Datenmengen zur Entwicklung neuer Medikamente und Therapien gegen Krebs. Generell spielen Start-ups eine große Rolle für den Pharma- und Life-Science-Konzern, den der 59-Jährige als „bewusst spießig, aber auch ein bisschen nerdig“ bezeichnet.

Herr Oschmann, Merck hat vor gut einem Jahr den Kauf des US-Laborausrüsters Sigma-Aldrich für rund 13 Milliarden Euro abgeschlossen. Wie läuft die Integration?
Es geht schneller und glatter als gedacht. Wir werden ab 2018 pro Jahr 280 Millionen Euro Synergien erzielen – 20 Millionen mehr als geplant.

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