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Merck Darmstädter dürfen Sigma-Aldrich für 13,1 Milliarden Euro kaufen

Erst mussten noch einige Geschäftsbereiche verkauft werden – aber nun hat der Darmstädter Merck-Konzern die Übernahme von Sigma-Aldrich genehmigt bekommen. Der Milliardendeal ist die größte Übernahme des Konzerns.
Die Darmstädter dürfen nach eigenen Angaben für 13,1 Milliarden Euro den US-Laborausrüster Sigma-Aldrich kaufen. Quelle: dpa
Merck

Die Darmstädter dürfen nach eigenen Angaben für 13,1 Milliarden Euro den US-Laborausrüster Sigma-Aldrich kaufen.

(Foto: dpa)

Darmstadt Kurz vor dem Ruhestand ist die wichtige Etappe geschafft: Der nächstes Jahr ausscheidende Merck-Chef Karl-Ludwig Kley kann die bislang größte Übernahme seines Unternehmens verkünden. Die Darmstädter dürfen nach eigenen Angaben für 13,1 Milliarden Euro den US-Laborausrüster Sigma-Aldrich kaufen - die Wettbewerbshüter der Brüsseler EU-Kommission gaben am Dienstag grünes Licht. Zuvor hatten die Fusionspartner noch einige Geschäftsteile veräußern müssen, damit ihre Marktmacht nicht zu groß wird.

„Wir freuen uns sehr darauf, die Kräfte mit Merck zu bündeln, wir rechnen damit, dass die Übernahme im November abgeschlossen wird“, erklärte Sigma-Aldrich-Chef Rakesh Sachdev. Merck will mit dem Zukauf seine Präsenz in den USA erhöhen und langfristig die Perspektive der Life-Science-Sparte stärken.

Das Geschäft mit der Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze gilt als extrem profitabel - auch und gerade in den USA. Die Vereinigten Staaten gelten als der attraktivste Pharmamarkt der Welt, mit einem stärkeren Wachstum als Europa.

Die Übernahme war von Merck als „Quantensprung“ angekündigt worden. Zuvor hatte schon der deutsche Wettbewerber Bayer die Möglichkeiten dieses Marktes entdeckt. Die Leverkusener wollen sich künftig komplett auf die Bereiche Gesundheit und Pflanzenschutz konzentrieren.

Die traditionsreiche Kunststoffsparte soll deshalb bis spätestens Mitte 2016 abgespalten werden. „Wir sind überzeugt, dass Bayer als reines Life-Science-Unternehmen exzellente Wachstumsperspektiven hat“, sagte Konzernchef Marijn Dekkers im Sommer.

Mit Sigma sieht sich auch Merck künftig deutlich besser aufgestellt. Das Unternehmen mit Sitz in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri verdiente in den ersten neun Monaten 2015 bei einem Umsatz von 2,08 Milliarden Dollar unter dem Strich 360 Millionen Dollar.

Parfümeriekette Douglas bekommt ein neues Logo
Parfümerie Douglas
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Das Logo der Parfümeriekette Douglas ist fast 50 Jahre alt. „Ab August starten wir mit der Umstellung des Logos“, kündigte Douglas-Chefin Tina Müller im Interview mit der „Wirtschaftswoche“ an. Das neue Logo solle den Premiumcharakter der Marke betonen und „strahlt Modernität aus“. Ziel sei es, eine jüngere Zielgruppe anzusprechen.

Neues Lufthansa-Design
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In einer Ausgabe des eigenen Bordmagazins überraschte Deutschlands größte Fluggesellschaft im Februar 2018 mit einer neu gestalteten Boeing 747-8. Die neue Optik sei das „i-Tüpfelchen“ der Modernisierung der Airline, sagte Konzernchef Carsten Spohr. Durch die Fokussierung auf nunmehr zwei Farben, blau und weiß, wirken die Flieger klar strukturiert und modern. Die Form des 100 Jahre alten, weltbekannten Kranich-Symbols wurde aber nicht angerührt.

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Künftig ohne Spiegelei
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Sowohl das markante Gelb im Logo als auch die graue Begleitfarbe an der Unterseite der Lufthansa-Flugzeuge sind Geschichte. Auch am schlichten Schriftzug tut sich was. Bis die gesamte Flotte dann aber das neue Kleid tragen wird, werden laut Unternehmensschätzung rund sieben Jahre vergehen.

(Foto: dpa)
Neues Metro-Logo
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Deutschlands einst größter Handelskonzern hat sich aufgespalten: Unter dem Namen Metro firmiert seit 2017 noch das Lebensmittelgeschäft mit den Metro-Großmärkten und Real. Dafür hat der Konzern auch gleich eine neues Logo spendiert.

(Foto: dpa)
Altes Metro-Logo
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Bei der letzten Hauptversammlung der alten Metro prangte noch das alte Logo am Rednerpult – hier sicherte sich Metro-Chef Koch die Zustimmung der Aktionäre für die Aufspaltung.

(Foto: dpa)
Neues Aldi-Logo
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Der Discounter Aldi Süd möbelte im Frühjahr 2017 nach elf Jahren sein Logo auf. Das neue Aldi-Emblem hat im Prinzip die gleichen Elemente wie sein Vorgänger. Doch insgesamt wirkt das Logo weniger eckig und kantig – und wartet mit einer Art 3D-Effekt beim gestrichelten „A“ auf.

(Foto: Aldi Süd)
Das alte Aldi-Logo
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Seit dem Jahr 2006 sah das Logo von Aldi Süd so aus. Insgesamt ist es die siebte Logo-Änderung seit 1948.

(Foto: Aldi Süd)

Sigma ist für Merck die bisher größte Übernahme - und das kurz vor dem 350-jährigen Bestehen im Jahr 2018. Merck will nun eine führende Rolle im Life-Science-Bereich spielen, der sich schon vor dem Sigma-Kauf zum Wachstumstreiber entwickelt hatte und dessen Marktvolumen das Unternehmen auf 130 Milliarden Dollar taxiert.

Vor wenigen Jahren sah die Situation von Merck noch ganz anders aus. 2012 verordnete man sich ein Schlankheitsprogramm. Konkurrenz, Kostendruck und aufgeblähte Verwaltung machten dem Unternehmen, das sein Programm „Fit für 2018“ nannte, Sorge.

Merck hatte Firmen übernommen, ohne sich zu verschlanken. Nach dem Zukauf des Biopharmazie-Spezialisten Serono 2006 waren Doppelstrukturen mitgeschleppt worden. Die Zahl der Mitarbeiter war weltweit auf über 40.000 geklettert.

Mit der Übernahme von Sigma bleibt abzuwarten, ob das Einverleiben des US-Unternehmens dazu führt, dass Arbeitsplätze wegfallen, um solche Doppelstrukturen fortan zu vermeiden. Kley (64) kann mit dem Mega-Deal noch einmal ein Zeichen setzen, bevor er sich im Frühling in den Ruhestand verabschiedet. Auf ihn folgt der 58 Jahre alte jetzige Vize Stefan Oschmann.

Es gibt nach dem Erfolg mit Sigma durchaus noch Baustellen: So sind schon seit einigen Jahren wenige entwickelte Medikamente auch zugelassen worden. Eine Hoffnung im Pharmazie-Bereich liegt jedoch auf dem Krebsmittel Avelumab.

  • dpa
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