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Merck Pharmakonzern erhält Zulassung für neues Krebsmittel

Der Pharma-Riese Merck hat von der US-Gesundheitsbehörde eine Zulassung für ein neues Krebsmittel erhalten. Das Medikament soll das Immunsystem zur Abwehr der Krebszellen motivieren.
24.05.2017 - 11:57 Uhr Kommentieren
Das Krebs-Immuntherapie-Mittel Keytruda des US-Pharmakonzerns soll trotz einer vorherigen Krebs-Behandlung – und Fortschritt der Krankheit – weitere Therapiemöglichkeiten bieten. Quelle: AP
Merck

Das Krebs-Immuntherapie-Mittel Keytruda des US-Pharmakonzerns soll trotz einer vorherigen Krebs-Behandlung – und Fortschritt der Krankheit – weitere Therapiemöglichkeiten bieten.

(Foto: AP)

New York/Frankfurt Die US-Gesundheitsbehörde FDA geht bei der Zulassung eines Krebsmittels neue Wege: Erstmals ließ sie ein Medikament zu, das unabhängig vom Entstehungsort der Erkrankung im Körper eingesetzt werden kann. Kriterium für die Behandlung mit der Krebs-Immuntherapie Keytruda des US-Pharmakonzerns Merck ist vielmehr die genetische Eignung der Patienten. „Bislang hat die FDA Krebsmedikamente basierend darauf zugelassen, wo der Krebs im Körper begann – wie zum Beispiel Lungen- oder Brustkrebs“, sagte Richard Pazdur, Onkologieexperte bei der FDA.

Die Zulassung ist ein bedeutender Schritt in der personalisierten Medizin. Bei dieser kann über genetische Biomarker erkannt werden, ob Patienten auf eine bestimmte Therapie ansprechen.

Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

(Foto: dpa)
Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

(Foto: ap)
Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

(Foto: Reuters)
Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

(Foto: AP)
Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

(Foto: dpa)
Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

(Foto: Reuters)
Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

(Foto: ap)

Keytruda gehört zu einer neuen Klasse von Medikamenten, die darauf abzielen, das körpereigene Abwehrsystem so zu aktivieren, dass es Krebszellen erkennen und zerstören kann. Der US-Pharmakonzern Merck gehört auf diesem Gebiet zu den führenden Unternehmen. Die FDA erteilte Keytruda eine beschleunigte Zulassung zur Behandlung inoperabler und bereits gestreuter solider Tumore mit einem bestimmten Gendefekt, der sogenannten Mikrosatelliten-Instabilität (MSI-H). Solche Tumore treten am häufigsten bei Darmkrebs, Krebserkrankungen der Gebärmutterschleimhaut und des Magen-Darm-Bereichs auf, können aber auch bei anderen Krebsarten wie Brust-, Prostata-, Blasen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs vorkommen.

Nach Angaben des Mediziners Drew Pardoll, der die Studie mit Keytruda leitete, haben rund vier Prozent aller Patienten mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen oder jährlich rund 15.000 bis 20.000 Fälle in den USA die genetischen Eigenschaften, für die die Zulassung erteilt wurde. Tests auf diesen genetischen Defekt kosten zwischen 300 und 600 Dollar. Die neue Zulassung von Keytruda, das bereits bei einer bestimmten Lungen- und Hautkrebsart eingesetzt werden darf, gilt für Kinder und Erwachsene, deren Krebs trotz einer vorherigen Behandlung fortgeschritten ist und für die es keine anderen ausreichenden Therapiemöglichkeiten gibt.

  • rtr
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