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Merck Rekordergebnis – Pharmakonzern punktet im Labor

Merck macht dank Zuwächsen im Laborgeschäft und in seiner Spezialchemiesparte mehr Gewinn. Vorstandschef Kley präsentiert Rekordzahlen. Doch sein Nachfolger muss vor allem in einem Bereich ansetzen.
Update: 08.03.2016 - 08:07 Uhr
Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern verzeichnet ein Rekordergebnis. Quelle: dpa
Merck-Produkte

Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern verzeichnet ein Rekordergebnis.

(Foto: dpa)

Frankfurt Merck-Chef Karl-Ludwig Kley verabschiedet sich mit einem Rekordergebnis beim Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern. „2015 war nicht nur ein ereignisreiches Jahr für Merck, sondern vor allem ein erfolgreiches“, zog Kley am Dienstag Bilanz. „Mit der Akquisition von Sigma-Aldrich haben wir den Portfolio-Umbau der letzten Jahre erfolgreich abgeschlossen.“

Dem Pharma- und Chemiekonzern kam neben dem 17 Milliarden Dollar schweren Zukauf des US-Laborausrüsters auch noch der kleinere Erwerb der britischen Spezialchemiefirma AZ sowie Währungseffekte zu Gute. Die Aktionäre profitieren von einer fünf Cent höheren Dividende von 1,05 Euro.

2015 steigerte Merck den bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) um sieben Prozent auf 3,6 Milliarden Euro und verdiente damit operativ so viel wie nie zuvor. Im Schussquartal übertraf das Ebitda mit einem Anstieg von gut sechs Prozent auf 933 Millionen Euro deutlich die Analystenerwartungen. Der Umsatz legte im Gesamtjahr um 13 Prozent auf einen Rekordwert von 12,8 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich sank der Konzerngewinn jedoch wegen Kosten im Zusammenhang mit der Sigma-Übernahme um knapp vier Prozent auf 1,1 Milliarden Euro.

Für 2016 stellte Kley, der nach der Hauptversammlung Ende April das Ruder an Vize-Chef Stefan Oschmann übergibt, weitere Zuwächse in Aussicht. Der bereinigte Betriebsgewinn soll um einen niedrigen zweistelligen Prozentbereich zulegen. Der Umsatz soll dank der Übernahme von Sigma-Aldrich ebenfalls im niedrigen zweistelligen Prozentbereich wachsen.

Im vergangenen Jahr legte Merck vor allem im Life-Science-Bereich, der Produkte für die Pharmaforschung anbietet und durch die Sigma-Aldrich-Übernahme an Bedeutung gewinnt, deutlich zu. Das bereinigte Betriebsergebnis der Sparte schnellte um 30 Prozent in die Höhe. In der Gesundheitssparte stagnierte das Ergebnis dagegen wegen höherer Kosten für Marketing und Vertrieb sowie weggefallener Lizenzerlöse.

Merck musste zudem bei seinen beiden umsatzstärksten Medikamenten, dem Mutiple-Sklerose-Mittel Rebif und dem Krebsmittel Erbitux, Umsatzrückgänge verdauen. Dagegen stieg das Ergebnis im Spezialchemiegeschäft unter anderem wegen Währungseffekten und dank AZ um mehr als ein Viertel.

Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

(Foto: dpa)
Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

(Foto: ap)
Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

(Foto: Reuters)
Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

(Foto: AP)
Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

(Foto: dpa)
Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

(Foto: Reuters)
Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

(Foto: ap)

  • rtr
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