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Merck & Co Hacker-Attacke schmälert Umsatz von US-Pharmakonzern

Ein Hackerangriff hatte beim US-Pharmakonzern Merck & Co für Verkaufseinbußen und Produktionsausfälle gesorgt. Doch auch weitere Problemfelder sorgen dafür, dass das Unternehmen einen Nettoverlust verzeichnet.
27.10.2017 - 17:26 Uhr Kommentieren
Auf dem Umsatz des Konzerns lastete auch der Ablauf von Patenten auf ältere Medikamente, womit das Unternehmen bestimmte Wirkstoffe nicht mehr exklusiv vermarkten kann. Quelle: AP
Merck & Co

Auf dem Umsatz des Konzerns lastete auch der Ablauf von Patenten auf ältere Medikamente, womit das Unternehmen bestimmte Wirkstoffe nicht mehr exklusiv vermarkten kann.

(Foto: AP)

New York Beim US-Pharmakonzern Merck & Co schlagen die Folgen eines Cyber-Angriffs auf die Bilanz durch. Der Umsatz sank im dritten Quartal um rund zwei Prozent auf 10,33 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Grund seien unter anderem Verkaufseinbußen im Zuge der Hacker-Attacke. Zudem habe durch Produktionsausfälle infolge des Angriffs die Nachfrage nach dem Gardasil-Impfstoff zum Schutz gegen Gebärmutterhalskrebs nicht bedient werden können.

Merck & Co habe sich deshalb gezwungen gesehen, der US-Gesundheitsbehörde Vorräte des eigenen Präparats abzukaufen. Im Sommer hatte sich ein Computer-Virus mit dem Namen „NotPetya“ ausgebreitet und Rechner rund um den Globus lahmgelegt. Dies führte zu Betriebsstörungen unter anderem in zahlreichen Fabriken.

Die Gewinnbringer der Pharmabranche
Platz 10: Prevenar
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Der Impfstoff schützt vor der Infektionskrankheit Pneumokokken, einer bakteriellen Lungenentzündung, die vor allem für Kleinkinder und ältere Menschen lebensbedrohlich sein kann. Dem Pharma-Riesen Pfizer bringt der Impfstoff jährlich 5,7 Milliarden Dollar ein.

(Foto: PR)
Platz 9: Lantus
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Den Insulin-Stift von Sanofi nutzen weltweit Millionen Diabetiker – und bescheren dem französischen Pharmakonzern jährlich Einnahmen von mehr als sechs Milliarden Dollar.

(Foto: Imago)
Platz 8: Herceptin
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Unter dem Namen Herceptin vermarktete der Baseler Pharmakonzern Roche einen Antikörper, der zur Behandlung von einigen Brust- und Magenkrebsformen eingesetzt wird. Die Entwicklung der Arznei durch den Krebsforscher Dennis Slamon wurde 2008 unter dem Titel „Living Proof“ verfilmt. Bis heute hat auch Roche seine Freude an dem Medikament: Es generiert pro Jahr einen Umsatz von 6,7 Milliarden Dollar. Damit trägt Herceptin allein mehr als zehn Prozent zum Jahresumsatz von Roche bei.

(Foto: picture-alliance / medicalpictur)
Platz 7: Avastin
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Mit Avastin hat Roche ein weiteres profitables Krebsmedikament im Portfolio: Avastin ist beispielsweise für Darm-, Lungen- oder Gebärmutterhalskrebs im fortgeschrittenen Stadium zugelassen. Die Baseler verdienen pro Jahr 6,72 Milliarden Dollar mit dem Wirkstoff.

(Foto: PR)
Platz 6: Revlimid
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Der Wirkstoff des US-Pharmakonzerns Celgene ist in Europa als „Orphan Drug“ zugelassen – also als Medikament für seltene Krankheiten. Das bedeutet, dass es nur in wenigen Fällen verschrieben wird, die Therapiekosten jedoch sehr hoch sind. Das Krebsmittel bringt Celgene im Jahr knapp 7 Milliarden Dollar.

(Foto: PR)
Platz 5: MabThera/Rituxan
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Das wichtigste Krebsmittel von Roche generiert jährlich 7,23 Milliarden Dollar Umsatz. Der unter den Namen MabThera und Rituxan vermarktete Wirkstoff gilt als Vorreiter der sogenannten gezielten Krebstherapie, bei der die Antikörper mittels Gentechnik hergestellt werden.

(Foto: PR)
Platz 4: Remicade
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Die Ampullen der US-Pharmariesen Johnson & Johnson sowie Merck & Co. helfen gegen zahlreiche Krankheiten: In Europa ist das Medikament als Therapie etwa für die chronische Darmerkrankung Morbus Crohn oder die Hautkrankheit Schuppenflechte zugelassen. Der Allrounder bringt den beiden Konzernen jährliche Einnahmen von 8,2 Milliarden Dollar.

(Foto: PR)

Auf dem Merck & Co-Umsatz lastete auch der Ablauf von Patenten auf ältere Medikamente, womit das Unternehmen bestimmte Wirkstoffe nicht mehr exklusiv vermarkten kann. Schließlich brachten unter anderem Sonderausgaben für eine Zusammenarbeit mit Astra-Zeneca bei Krebsmedikamenten Merck & Co einen Nettoverlust von 56 Millionen Dollar ein.

Damit schlug sich der Arzneimittelhersteller aber noch besser als am Markt erwartet. Außerdem hob der der Konzern seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr an. Doch die Anleger ließ das allerdings nicht über die Umsatzeinbußen hinwegsehen: Die Aktie gab 4,4 Prozent nach.

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