Michelin Continental-Konkurrent trotz chinesischen Billiganbietern

Michelin steht im harten Preiskampf mit chinesischen Preisbrechern. Doch obwohl die Franzosen die Reifen billiger gemacht haben, steigt der Gewinn. Der schwache Euro lässt auch den Umsatz wachsen.
Update: 16.02.2016 - 11:48 Uhr
Das Michelin-Männchen und Vorstandschef Jean-Dominique Senard freuen sich über ein gutes Geschäftsjahr. Quelle: AFP
Lächeln um die Wette

Das Michelin-Männchen und Vorstandschef Jean-Dominique Senard freuen sich über ein gutes Geschäftsjahr.

(Foto: AFP)

ParisDer schwache Euro sorgt beim französischen Reifen-Hersteller Michelin für kräftigen Rückenwind. Obwohl der Continental -Rivale wegen der wachsenden Konkurrenz von chinesischen Billiganbietern die Preise senkte, kletterte der Gewinn 2015 um 13 Prozent auf 1,17 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Umsatz stieg um 8,4 Prozent auf 21,1 Milliarden Euro. Der niedrige Euro-Kurs kurbelt die Geschäfte von Exportfirmen in Übersee an, wovon auch Conti zuletzt profitierte.

Dem Preisdruck aus Asien können die Franzosen allerdings immer weniger standhalten. „Chinesische Marken kommen weltweit mit extrem niedrigen Preisen auf den Markt“, sagte Finanzchef Marc Henry. Preisabschläge wegen des zunehmenden Wettbewerbs hätten den Umsatz 2015 um mehr als 700 Millionen Euro reduziert.

Michelin setzt dem ein Sparprogramm und Wachstum im Ausland entgegen, was mittelfristig die Renditen bei Pkw- und Lkw-Reifen weiter nach oben treiben soll. Zuwächse beim Absatz und Ergebnis erwartet Michelin im laufenden Jahr vor allem wegen der anziehenden Nachfrage in Europa und Nordamerika. Das Geschäft in Schwellenländern werde dagegen voraussichtlich stagnieren.

Auch beim Autozulieferer Continental, der sich zunehmend auf das Geschäft mit Elektronik und Software zur Vernetzung von Autos konzentriert, hatte das Marktwachstum in Europa und den USA geholfen, im vergangenen Jahr die Delle in China sowie die Rezession in Russland und Brasilien auszugleichen.

Das sind die größten Autozulieferer
Platz 14: Valeo
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14,5 Milliarden Euro erwirtschaftete der französische Autozulieferer im vergangenen Jahr. Das Unternehmen wirbt unter anderem damit, dass jedes dritte Auto in Europa mit einer Valeo-Kupplung fährt.

Quelle: Berylls Strategy Advisors

Platz 13: Goodyear
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Der US-Konzern ist der weltweit drittgrößte Reifenhersteller und kam 2015 auf einen Umsatz von 15 Milliarden Euro.

Platz 12: Lear Corporation
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Der amerikanische Zulieferer stattet vor allem das Innenleben der Autos aus, unter anderem mit Sitzgarnituren. Mit einem Umsatz von 16,7 Milliarden Euro kommt Lear auf Rang zwölf.

Platz 11: Faurecia
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Der französische Automobilzulieferer designt und produziert Autositze, Abgasanlagen, Innenraumsysteme und Kunststoff-Außenteile. Die weltweit fast 100.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im vergangenen Jahr 20,7 Milliarden Euro.

Platz 10: Michelin
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Der traditionsreiche französische Reifenhersteller kam 2015 auf einen Umsatz von 21,2 Milliarden Euro.

Platz 9: Johnson Controls
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Eine Batterie steht im Werk Johnson Controls in Hannover auf einem Produktionsband. Der Mischkonzern produziert und vertreibt Innenausstattungen und Elektroniksysteme vieler Autohersteller. Umsatz: 23,9 Milliarden Euro.

Platz 8: Bridgestone/Firestone
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Das japanische Unternehmen ist vor allem für seine Reifen bekannt. Im Jahr 2015 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 24,1 Milliarden Euro.

Michelin-Aktien notierten am Dienstag 2,7 Prozent höher, während Conti-Papiere nach einer Herunterstufung durch die Analysten von Exane BNP Paribas ein Prozent abgaben.

  • rtr
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