Microsoft und BMW Warum die Cloud die Freude am Fahren sichert

BMW hat auf Microsofts Hausmesse Build in San Francisco die Zukunft des interaktiven Fahrens demonstriert. Und wer sie gesehen hat, der zerreißt seine Tesla-Bestellung.
BMW zeigt die neue BMW Connected App auf der Microsoft-Entwicklerkonferenz in San Francisco, am 31.3.2016. Die App verbindet intelligente Cloud-Dienste mit dem Fahrzeug, für mehr Bequemlichkeit und nahtlose Integration von Apps und Fahrzeug. Quelle: Axel Postinett/Handelsblatt
BMW

BMW zeigt die neue BMW Connected App auf der Microsoft-Entwicklerkonferenz in San Francisco, am 31.3.2016. Die App verbindet intelligente Cloud-Dienste mit dem Fahrzeug, für mehr Bequemlichkeit und nahtlose Integration von Apps und Fahrzeug.

(Foto: Axel Postinett/Handelsblatt)

San FranciscoCloud, Internet der Dinge, connected life: Für viele Menschen hört sich das immer noch mehr nach böhmischen Dörfern an als nach der Zukunft des Autofahrens. Doch Thom Brenner will diese Schlagwörter für BMW und Fahrer der Münchner Nobelmarke mit Leben füllen. Der Vice President Digital Lifestyle and Services bei BMW entwarf auf Microsofts Hausmesse Build in San Francisco ein ambitiöses Zukunftsszenario, in dem das Auto nahtlos in das tägliche Leben eingebunden wird.

Die erste Ausbaustufe steht seit heute in den USA im App-Store von Apple für BMW-Besitzer der Jahrgänge 2014 und 2015 zum Download bereit. Deutsche BMW-Eigner werden „noch dieses Jahr“ die Erweiterung für ihre Fahrzeuge nutzen können, bestätigte Randi Cavaniani von BMW USA dem Handelsblatt. Für Kunden mit einem BMW Connect-Drive-Abo ist es kostenlos.

Leises Flaggschiff voller Luxus
Gestikulieren statt schmieren
1 von 35

Im Premium-Auto soll der Touchscreen immer schön sauber bleiben. So kann man im 7er BMW kleinere Unterhaltungs- und Navi-Funktionen per Geste steuern. Eines der Probleme: Wer gerne mit den Händen redet, wird das unzuverlässige Feature schon nach wenigen Metern genervt abschalten. In Italien dürfte es praktisch unverkäuflich sein.

Eine souveräne Erscheinung
2 von 35

Trotz unaufdringlicher Lackierung in dunklem Businessgrau genießt der 7er-Fahrer, dass seinem Fahrzeug viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Ohne Probleme wird dem Wagen die linke Autobahnspur geräumt.

Sie sind ganz oben angekommen? Dann lassen Sie doch einfach mal einen fahren!
3 von 35

Wer Konzerne lenkt, Regierungen berät, Märkte bewegt, oder einfach einen Filmpreis abholt, der darf auch gerne den Chauffeur ans Steuer lassen. Im 7er BMW kann man sich hinten in der Langversion wunderbar auf Wichtigeres konzentrieren.

„Kann man damit telefonieren?“
4 von 35

So lautet die am häufigsten gestellte Frage zum überdimensionierten Display Key von BMW, mit dem man den Wagen auch starten kann. Er ist so groß wie frühere Motorola-Klapphandys und hat eine fünfseitige Quernavigation. Dahinter steckt einiges an modernen Features, aber kein Telefon. Noch nicht.

Blick in den Innenraum des BMW 7ers
5 von 35

Die Oberklasse-Limousine hat im Vergleich zum Vorgänger rund 200 Kilo abgespeckt, dank eines Materialmixes aus Karbon, Stahl, Aluminium und Magnesium. Einstiegsmotor ist der 265 PS starke Diesel 730d, dann kommt der 740i mit 3-Liter-V6-Biturbo und 356 PS, dann der V8 mit 450 PS, ein Plug-in-Hybrid ist angekündigt. Bislang stärkstes Modell: Der 6,6-Liter-Zwölfzylinder im M760 Li xDrive mit 600 PS.

Zeit raubendes Blättern in der mehr als 80-seitigen Preisliste erspart die Wahl der „Individual Design Komposition“:
6 von 35

Ein Ausstattungspaket, für dessen Gegenwert man eine Kompakt-Limousine bekommt. Es umfasst u.a. 20-Zoll-Aluräder in Bicolor-Optik, Rückfahrkamera, Panorama-Glasdach, aktive Sitzbelüftung vorn, elektrische Komfortsitze mit Massagefunktion für Fahrer und Beifahrer, Komfortsitze hinten, Wärmekomfort-Paket, Edelholz-Lenkrad, 4-Zonen-Klimaautomatik, Surround View, Head-Up Display, das Fond-Entertainment-System nebst Tablet sowie ein Harman-Kardon-Surround-Sound-System. Preis: 34.850 Euro. Für die Extras, wohlgemerkt.

Die Familienzugehörigkeit ist unübersehbar
7 von 35

Die Niere bleibt: In der imposanten und breiten Front des 7er-Flaggschiffs ist als neuestes Element das Laserlicht zu erkennen.

Noch sei es in Entwicklung, aber da werde es hingehen, verspricht Brenner den Microsoft-Entwicklern, von denen er hofft, sie werden ihre Dienste und Angebote mit BMW verbinden. Der Morgen beginnt mit einem Briefing durch ein freundliches Hologramm. Welche Termine stehen an? Wann muss man losfahren, um rechtzeitig anzukommen? Im Auto angekommen, sind die Koordinaten des ersten Ziels schon im Navigationssystem. Es geht einfach los. Kurz vor dem Ziel wird eine automatische SMS an den Gesprächspartner abgesetzt: „Bin gleich da.“ Gibt es Probleme, werden Alternativ-Routen vorgeschlagen.

Jeder beliebige digitale Zugangspunkt soll in Zukunft Zugang zur digitalen BMW-Welt bieten. Ob Internet-Lautsprecher Echo von Amazon, Smartphone oder Spielekonsole Xbox: Was Mikrofon oder Tastatur hat und mit Microsofts Cloudservice verbunden ist, wird mit dem Auto verknüpft sein.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Alles dreht sich um Bequemlichkeit
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Microsoft und BMW - Warum die Cloud die Freude am Fahren sichert

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%