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Milliarden-Deal Disput im Thyssen-Krupp-Aufsichtsrat – Großaktionär Cevian votierte gegen Stahlfusion

Die Aufsichtsratssitzung über die Fusion des Stahlgeschäfts mit Tata Steel zog sich am Freitag länger hin als erwartet. Der Grund dafür war der Widerstand von mindestens zwei Aufsehern.
01.07.2018 Update: 01.07.2018 - 13:15 Uhr Kommentieren
Thyssen-Krupp: Großaktionär Cevian votiert gegen Stahlfusion mit Tata Quelle: AP
Stahlkocher von Thyssen-Krupp

Großaktionär Cevian verlangt einen schnellen und drastischen Umbau des Ruhrkonzerns.

(Foto: AP)

Berlin Im Aufsichtsrat von Thyssen-Krupp hat die geplante Fusion der Stahlsparte mit Tata Steel zu einem heftigen Disput geführt. Auf der entscheidenden Sitzung am vergangenen Freitag hätten zwei Aufseher nicht für die Verschmelzung mit dem Wettbewerber gestimmt, erfuhr das Handelsblatt aus dem Umfeld des Aufsichtsrates. Einer davon war Jens Tischendorf, der als Vertreter von Cevian im obersten Kontrollgremium des Industriekonzerns sitzt.

Cevian ist nach der Krupp-Stiftung der zweitgrößte Aktionär von Thyssen-Krupp und hatte sich als solcher in der Vergangenheit tendenziell eher für eine Kombination der Stahlsparte mit Tata Steel Europe ausgesprochen. Durch den Zusammenschluss versprechen sich die Unternehmen jährliche Einsparungen von bis zu 500 Millionen Euro. Zudem soll sich die Bilanz von Thyssen-Krupp durch den Transfer von Schulden auf den fusionierten Stahlkocher erheblich verbessern.

Der Widerstand von Tischendorf dürfte seine Ursache vor allem in dem schwelenden Konflikt mit dem Management haben. Der Großaktionär verlangt einen schnellen und drastischen Umbau des Ruhrkonzerns. So sollen aus Sicht von Cevian Bereiche wie das profitable Aufzugsgeschäft abgegeben und die Holding aufgelöst werden.

„Die Gründung des Stahl-Joint-Ventures und die Ausgliederung des Stahlgeschäfts aus der Thyssen-Krupp AG ist ein Schritt, um die hohe Komplexität der Konglomeratsstruktur zu reduzieren“, teilte Cevian-Gründer Lars Förberg auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag mit. „Jetzt muss für jede der Sparten konsequent geprüft werden, welche Struktur und welche Eigentumsverhältnisse am besten geeignet sind.“ Die Geschäftsbereiche der Gruppe könnten nur dann überleben und erfolgreich sein, wenn sie schlank und effizient aufgestellt seien.

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    Vorstandschef Heinrich Hiesinger lehnt eine andere Unternehmensstruktur ab. Er will Thyssen-Krupp zwar vom zyklischen Stahlgeschäft lösen, aber grundsätzlich als Konglomerat erhalten. Für seine Pläne sieht Hiesinger eine breite Unterstützung im Aufsichtsrat, wie er am Samstag auf einer Telefonkonferenz mit Investoren erklärt hatte.

    Dies gilt auch für die Arbeitnehmer, die anfänglich heftig gegen die Stahlfusion protestiert hatten: Bei der Abstimmung am Freitag haben die zehn Vertreter des Betriebsrates und der Gewerkschaft IG Metall geschlossen für den Deal mit Tata gestimmt, wie das Handelsblatt erfahren hat. „Für das Fusionsvorhaben haben damit 18 von 20 Aufsichtsräten votiert.“

    Sprecher von Thyssen-Krupp und Cevian lehnten einen Kommentar zu dem Abstimmungsverhalten im Aufsichtsrat ab.

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