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Milliardeneinnahme EADS erwägt Trennung von Dassault

Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS überprüft, seine Beteiligung am französischen Flugzeugbauer Dassault abzustoßen. Das brächte viel Geld in die Kasse – Geld, das das Unternehmen gut gebrauchen kann. Doch es gibt Widerstände.
Der Rafale von Dassault konkurriert mit dem Eurofighter von EADS. Foto: ap Quelle: ap

Der Rafale von Dassault konkurriert mit dem Eurofighter von EADS. Foto: ap

(Foto: ap)

HB PARIS. Die Möglichkeit eines Verkaufs werde auf höchster Ebene besprochen, sagte der deutsche Co-Chef Tom Enders der „Financial Times“ vom Freitag. „Die Gespräche haben gerade erst begonnen.“ Ausgehend vom aktuellen Börsenwert ist der EADS-Anteil von 46 Prozent an Dassault der Zeitung zufolge rund 3,5 Mrd. Euro wert. Dassault stellt Geschäftsflugzeuge her und steht bei der Produktion von Kampfflugzeugen in Konkurrenz zu EADS.

Mit dem Geld aus dem Anteilsverkauf hätte EADS mehr Spielraum bei Projekten wie dem neuen Langstreckenflieger A350 XWB. Die Finanzierung des Multi-Milliarden-Projekts ist eines der größten Probleme des Konzerns, hat die verzögerte Auslieferung des größeren A380 doch ein Loch in die Kasse gerissen.

Derzeit versucht EADS, durch das Sparprogramm „Power 8“ die Finanzierung von Neuentwicklungen zu sichern; dabei sollen Tausende Mitarbeiter gehen und ganze Werke verkauft werden. Zudem will der französische Staat, der 15 Prozent der Anteile hält, eine Kapitalerhöhung durchsetzten. Die privatwirtschaftlichen Großaktionäre Lagardère und Daimler-Chrysler streuben sich aber gegen eine solche Lösung. Ihnen wäre demnach der Dassault-Verkauf lieber, den der französische Staat nach Informationen der „Financial Times“ aber ablehnt. Enders sagte der Zeitung, er erhoffe sich eine Lösung in dem Streit von einem Treffen der Regierungsspitzen von Frankreich und Deutschland.

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