Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Bombardier-Werk im englischen Derby

Alstom hat für die Übernahme der Zugsparte die angebotenen Zugeständnisse noch an einigen Stellen angepasst.

(Foto: Reuters)

Milliardenübernahme EU gibt Alstom wohl grünes Licht für Erwerb der Bombardier-Zugsparte

Was Siemens nicht gelang, schafft nun offenbar der französische Konkurrent: Die Wettbewerbshüter aus Brüssel wollen dem Deal zustimmen – wenn auch unter weiteren Auflagen.
27.07.2020 - 21:38 Uhr Kommentieren

Brüssel Die EU-Kommission stellt sich Insidern zufolge nicht gegen die Übernahme der Zug-Sparte von Bombardier durch den französischen Rivalen Alstom. Die Wettbewerbshüter aus Brüssel seien bereit, die bis zu 6,2 Milliarden Euro schwere Fusion unter Auflagen zu genehmigen, sagten zwei mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Montag.

Die Franzosen hätten die angebotenen Zugeständnisse noch an einigen Stellen angepasst, um die Bedenken der EU auszuräumen. Die EU-Kommission will bis Freitag zu dem Fall Stellung nehmen. Dabei geht es darum, die Fusion entweder durchzuwinken oder in eine vertiefte Prüfung einzusteigen.

Bombardier kann das Geld gut gebrauchen. Erst vor wenigen Tagen hat sich das Unternehmen einen drei Jahre laufenden, besicherten Kredit über bis zu eine Milliarde Dollar von HPS Investment Partners gesichert, um die Zeit bis zum Verkauf der Zugsparte zu überbrücken und damit durch die Coronakrise zu kommen.

Der ICE-Hersteller Siemens war im vergangenen Jahr am Widerstand der EU-Wettbewerbshüter mit dem Vorhaben gescheitert, den TGV-Produzenten Alstom zu übernehmen. Die beiden Unternehmen wären nach ihren Befürchtungen vor allem in der Signaltechnik zu stark geworden.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Die europäischen Zughersteller fürchten wachsende Konkurrenz des chinesischen Branchenriesen CRRC, der massiv auf den Weltmarkt drängt. Alstom und die in Berlin ansässige Zugsparte des angeschlagenen kanadischen Bombardier-Konzerns wären zusammen die Nummer zwei auf dem Weltmarkt.

    Alstom und Bombardier hatten angeboten, die Produktion von „Talent 3"-Nahverkehrs-Zügen in Hennigsdorf bei Berlin abzugeben. Davon wären 200 Mitarbeiter betroffen. In Frankreich will Alstom sein Werk mit rund 800 Mitarbeitern im elsässischen Reichshoffen nahe der deutschen Grenze abgeben, zusammen mit der Plattform der dort gebauten „Coradia Polyvalent"-Regionalzüge, die vor allem auf dem französischen Markt verkauft werden.

    Alstom-Chef erwartet grünes Licht

    In der Signaltechnik will Bombardier der Konkurrenz Zugang zu seinen Zugsteuerungs-Systemen gewähren. Darauf hatte in dem Prüfverfahren vor allem Siemens gepocht. Weitere Verkäufe verlange die EU nicht, sagten die Insider am Montag.

    Die EU und Alstom wollten sich nicht zu den Informationen äußern. Alstom-Chef Henri Poupart-Lafarge hatte erst vor wenigen Tagen bei einer Anhörung vor dem Parlament in Paris erklärt, er erwarte bis Ende des Monats grünes Licht aus Brüssel für die Übernahme der Bombardier-Sparte – wenn auch unter Auflagen.

    Man hoffe, einen „soliden“ neuen Eigentümer für das Werk in Reichshoffen zu finden, sagte der Manager. Alstom habe sich für die Trennung von Reichshoffen und gegen den Verkauf des Bombardier-Werks in Crespin im Norden Frankreichs entschieden, weil dort auch Stadtbahnen hergestellt würden, sagte Poupart-Lafarge.

    Mehr: Bombardier-Deutschland-Chef Michael Fohrer verlässt das Unternehmen

    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: Milliardenübernahme - EU gibt Alstom wohl grünes Licht für Erwerb der Bombardier-Zugsparte
    0 Kommentare zu "Milliardenübernahme: EU gibt Alstom wohl grünes Licht für Erwerb der Bombardier-Zugsparte"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%