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Mischkonzern Haniel verdient 88 Prozent weniger

Große Konglomerate sollten ja eigentlich krisenfest sein. Das Duisburger Familienimperiums Haniel ist so eine Riesenansammlung von Firmen in verschiedensten Branchen. Doch auch das hilft Haniel nicht. Der Gewinn brach fast vollständig zusammen. Und das schleppende Geschäft bei Metro spielte gar nicht mal die größte Rolle.
Haniel-Chef Cordes muss ein mieses Geschäftsjahr erklären. Quelle: dpa

Haniel-Chef Cordes muss ein mieses Geschäftsjahr erklären.

(Foto: dpa)

DUISBURG. Metros Großaktionär Haniel gerät durch einen erheblichen Gewinneinbruch unter Druck. Wie der Duisburger Familienkonzern gestern mitteilte, brach im vergangenen Jahr das Nachsteuer-Ergebnis um 88 Prozent ein. Statt 1,06 Mrd. Euro blieben dem Traditionsunternehmen damit unterm Strich lediglich 128 Mio. Euro übrig.

Gleichzeitig schwelt die Führungskrise weiter. Immer noch nicht entschieden ist, was aus der Doppelrolle von Haniel-Vorstandschef Eckhard Cordes wird, der in Personalunion auch den Dax-Konzern Metro führt. An dem Düsseldorfer Handelsunternehmen, das für Haniel das wichtigste Investment darstellt, sind die Duisburger mit 34 Prozent beteiligt.

Vor wenigen Wochen hatte Cordes einen Handelsblatt-Bericht bestätigt, wonach er sich künftig allein auf die Metro-Führung konzentrieren wolle. Für Haniel, sagte er damals, werde ein viertes Vorstandsmitglied gesucht, das möglicherweise in Zukunft in Duisburg den Vorsitz übernehmen solle.

Gestern aber deutete er an, dass inzwischen auch eine andere denkbare Lösung existiere. „Es gibt nennenswerte Stimmen in der Haniel-Familie, die es lieber sähen, wenn ich mich allein auf Haniel konzentrieren würde“, sagte Cordes. „Eine abschließende Entscheidung ist noch nicht getroffen.“

Unterdessen schwinden die ursprünglich guten Chancen für Metro-Finanzchef Thomas Unger, Eckhard Cordes an der Spitze von Haniel zu beerben. „Unger ist wohl aus dem Rennen“, berichtet ein Insider. Auch der Name Thomas Hetmann wird nicht mehr unter den möglichen Kandidaten genannt. Hetmann war vor wenigen Monaten als Finanzchef beim familiengeführten Autozulieferer Schaeffler ausgeschieden.

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