Mit neuer Firma Hochtief will vom Atomausstieg profitieren

Für die Energiewende müssen in den kommenden Jahren Stromleitungen für Milliarden-Summen gebaut werden. Hochtief will davon profitieren - und gründet mit dem Mehrheitseigner ACS ein Gemeinschaftsunternehmen.
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Ein Schild mit dem Unternehmenslogo des Baukonzerns Hochtief in Essen. Quelle: dapd

Ein Schild mit dem Unternehmenslogo des Baukonzerns Hochtief in Essen.

(Foto: dapd)

DüsseldorfHochtief will mit seinem Mehrheitseigner ACS die nach der Energiewende in Deutschland nötigen neuen Stromleitungen errichten. Hochtief und die auf den Bau von Stromleitungen mit Höchstspannung spezialisierte ACS-Tochter Cobra gründeten ein Gemeinschaftsunternehmen, sagte ein Hochtief-Sprecher am Dienstag. Beide Konzerne sollten jeweils 50 Prozent an der neuen Gesellschaft halten, die bereits beim Kartellamt zur Prüfung angemeldet wurde.

Cobra ist weltweit aktiv und befasst sich unter anderem auch mit Windparks. Hochtief wiederum hat spezielle Kabel-Tunnel entwickelt, mit denen etwa Wohngebiete auch unterirdisch an Stromnetze angebunden werden können. Der neue Hochtief-Chef Frank Stieler setzt auf die Energiewende in der Bundesrepublik. Der Konzern stehe bereit, Stromtrassen durch Deutschland oder auch Windräder auf hoher See zu errichten.

Für die Energiewende müssen in den kommenden Jahren Stromleitungen für Milliarden-Summen gebaut werden. Unter anderem muss der in Norddeutschland gewonnene Strom aus Windkraft in den Süden der Republik geleitet werden. Stieler hatte betont, dass Hochtief dabei auch Kompetenzen des spanischen Mehrheitseigners ACS nutzen könne - dieser habe etwa einen Großteil des spanischen Hochspannungsnetzes gebaut.

 

 

 

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