Mitarbeiter-Bonus bei Volkswagen VW-Tarifarbeiter bekommen 5900 Euro Erfolgsbeteiligung

Egal ob Kantinenpersonal, Fließbandarbeiter oder Ingenieur: Auf die Beschäftigten im VW-Haustarif prasselt dieses Frühjahr abermals ein warmer Geldregen nieder. 5900 Euro gibt es pro Kopf.
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Glänzende Aussichten: Volkswagen zahlt den Haustarif-Mitarbeitern einen Bonus von 5900 Euro pro Kopf. Quelle: dpa
Geldsegen für 115.000 Beschäftige

Glänzende Aussichten: Volkswagen zahlt den Haustarif-Mitarbeitern einen Bonus von 5900 Euro pro Kopf.

(Foto: dpa)

WolfsburgVolkswagen zahlt 5900 Euro Prämie an seine rund 115.000 Haustarif-Mitarbeiter. Der Bruttobetrag für den Erfolg im vergangenen Jahr ist für jeden Beschäftigten gleich hoch und wurde am Donnerstag in der VW-Betriebsratszeitschrift „Mitbestimmen“ bekanntgegeben. Das Magazin lag der Deutschen Presse-Agentur vor.

Der Bonus fällt kleiner aus als in den Vorjahren: 2011 hatte es den Rekord von 7500 Euro gegeben, ein Jahr später 300 Euro weniger, zuletzt flossen 6200 Euro. Auch wenn die aktuelle Prämie damit pro Kopf 300 Euro kleiner ausfällt als vor einem Jahr, bleibt die ausgeschüttete Gesamtsumme mit fast 700 Millionen Euro konstant – denn binnen Jahresfrist kamen rund 5500 neue Mitarbeiter hinzu.

Die Sonderzahlung hängt am Gewinn der Kernmarke VW-Pkw, jedoch hat der Betriebsrat Verhandlungsspielraum. „Der Vorstand hat gemeinsam mit uns entschieden, dass die Belegschaft unserer Werke aufgrund der hohen Belastung und des erfolgreichen Verlaufs des Geschäftes in Europa einen guten Bonus verdient hat“, betont Betriebsratschef Bernd Osterloh in der Zeitschrift. Personalvorstand Horst Neumann sagt: „Die Volkswagen-Mitarbeiter haben 2014 bei schwieriger Lage in mehreren Märkten eine starke Teamleistung gebracht.“

Spekulationen, wonach der Mitarbeiter-Bonus wegen der Renditeschwäche der VW-Kernmarke diesmal weit kleiner ausfällt, sind nun hinfällig. Bei der Ertragskraft rangiert VW-Pkw deutlich hinter dem Erzrivalen Toyota aus Japan. Volkswagen-Chef Martin Winterkorn steuert gegen und hatte VW-Pkw im Sommer ein milliardenschweres Sparprogramm verordnet.

Die Erfolgsprämie fließt im Mai an die Haustarif-Mitarbeiter in den sechs westdeutschen Werken (Emden, Wolfsburg, Hannover, Braunschweig, Salzgitter und Kassel) sowie bei der Finanz- und Immobilientochter. In der Vergangenheit hatten auch Töchter, für die der Haustarif nicht gilt, später eine identische Prämie ausgehandelt, etwa VW in Sachsen.

Das ist das Autoreich von VW
Bentley - Umsatz: 887 Millionen Euro - Gewinn: 95 Millionen Euro (+ 37 Millionen Euro)*
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Die britische Nobeltochter ist das Übrigbleibsel aus einer Übernahmeschlacht im Jahr 1998 zwischen BMW und Volkswagen um Rolls-Royce, in der sich die Wolfsburger am Ende durchsetzten, doch auch einen Streit um Markenrechte lostraten, der am Ende in der Scheidung der beiden britischen Marken gipfelte. Mittlerweile sind die Briten auch außerordentlich profitabel - und längst mehr als ein Imageprodukt.

*im ersten Halbjahr 2014

Seat - Umsatz: 3,9 Milliarden Euro - Verlust: 37 Millionen Euro (+ 3 Millionen Euro)
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Das spanische Sorgenkind des VW-Konzerns verkauft zwar - auch durch den Erfolg des Leon - wieder deutlich mehr Autos. Doch profitabel sind die Spanier immer noch nicht. Das Unternehmen, das in seiner Historie eine enge Beziehung zu Fiat pflegte, ist seit 1986 Teil des Markenreiches der Wolfsburger.

VW Nutzfahrzeuge - Umsatz: 4,7 Milliarden Euro - Gewinn: 280 Millionen Euro (+ 34 Millionen Euro)
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Als eigene Marke im VW-Konzern wird die Nutzfahrzeugsparte seit 1995 geführt. Mit dem Tranporter haben die Hannoveraner eines der bekanntesten Modelle des Segments im Portfolio. Doch insgesamt bewegt sich VW Nutzfahrzeuge in schwierigem Gelände: Vor allem braucht man dringend einen Großtransporter, wenn die Gemeinschaftsproduktion mit Daimler ausläuft.

Scania - Umsatz: 5,1 Milliarden Euro - Gewinn: 476 Millionen Euro (+ 12 Millionen Euro)
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Nachdem Volvo vergeblich versucht hatte, bei Scania das Steuer zu übernehmen, griff 1999 der VW-Konzern zu. Um aus Scania und MAN einen neuen Nutzfahrzeugriesen zu schaffen, zog man in diesem Jahr in Wolfsburg die Zügel an - und übernahm alle Aktien der Schweden. Bald könnte sich das Unternehmen von der Börse verabschieden.

Skoda - Umsatz: 6,0 Milliarden Euro - Gewinn: 425 Millionen Euro (+ 182 Millionen Euro)
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Die Tschechen sind einer der großen Gewinnbringer im VW-Konzern. Kein Wunder, dass der Fabia das erste Auto aus der Kleinwagenriege ist, das auf dem neuen Baukasten-System basiert. 1990 nutzte VW die Gunst der Stunde und setzte sich beim Privatisierungsverkauf gegen Renault und BMW durch. Seitdem geht es steil aufwärts für Skoda.

MAN - Umsatz: 6,7 Milliarden Euro - Gewinn: 222 Millionen Euro (+ 346 Millionen Euro)
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Die zweite Lkw-Tochter macht endlich wieder Gewinn. Doch wie es mit den Münchenern weitergeht, ist weiterhin ungewiss. Denn die Allianz mit der Konzernschwester Scania geht nur schleppend voran - zu groß scheinen die Gräben zwischen den Schweden und den Bayern.

Porsche - Umsatz: 8,2 Milliarden Euro - Gewinn: 1,4 Milliarden Euro (+ 104 Millionen Euro)
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Gewinne, Gewinne, Gewinne - der Sportwagenbauer aus Zuffenhausen fährt bei der Rendite allen anderen Autobauern davon. Mit einer Hybrid-Offensive will Porsche auch beim Verbrauch in die Spitzengruppe vorstoßen. Ihre Unabgängigkeit verloren die Schwaben im Jahr 2009 - nachdem sie ihrerseits vergeblich versucht hatte, den größeren Konkurrenten Volkswagen zu übernehmen.

Von den 5900 Euro Erfolgsbeteiligung war vor Weihnachten schon ein Abschlag geflossen. In dem Betrag steckt ein Teil der insgesamt 13,24 Monatseinkommen pro Jahr, die auch die Beschäftigten im Flächentarif erhalten. Daher profitieren von der Verteilungspolitik bei VW besonders die Mitarbeiter mit einem kleinen Verdienst.

So startet der VW-Haustarif bei 2140 Euro brutto pro Monat. Top-Verdiener im Tarif haben rund 4000 Euro mehr. Da aber alle dieselbe Prämie kassieren, kann sie für kleine Entgeltgruppen ein dreifaches Monatssalär ausmachen.

  • dpa
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