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Mitarbeiter klagen Asbest-Belastung bei Bosch

Bosch erreicht eine Klage-Welle aus dem eigenen Haus: Französische Mitarbeiter fordern Schadensersatz wegen Asbestbelastung am Arbeitsplatz. Jeweils 22.000 Euro Entschädigung wollen sie sich erstreiten.
24.05.2013 - 13:21 Uhr 2 Kommentare
Dunkel Wolken ziehen über die Bosch-Konzernzentrale in Stuttgart. Französische Mitarbeiter fordern Schadensersatz wegen Asbestbelastung am Arbeitsplatz. Quelle: dpa

Dunkel Wolken ziehen über die Bosch-Konzernzentrale in Stuttgart. Französische Mitarbeiter fordern Schadensersatz wegen Asbestbelastung am Arbeitsplatz.

(Foto: dpa)

Bobigny Mitarbeiter und Ex-Mitarbeiter von Bosch in Frankreich haben den deutschen Technologiekonzern wegen Asbestbelastung am Arbeitsplatz verklagt. Die Kläger wollten vor einem Arbeitsgericht Entschädigungszahlungen von insgesamt 22.000 Euro pro Person erstreiten, sagte deren Anwalt am Freitag. Dabei geht es um Bosch-Werke im nordfranzösischen Beauvais und in Drancy nahe Paris.

In Beauvais, wo bis 2010 Bremssysteme produziert wurden, reichten 400 Angestellte oder frühere Angestellte Klage ein, die zwischen 1966 und 1985 einer Asbest-Belastung ausgesetzt waren. In Drancy wurden bislang 80 Klagen gesammelt. Gewerkschaftsvertreter sagten, zwischen 1951 und 1996 hätten in Drancy insgesamt 3500 Menschen gearbeitet. In dem Zeitraum seien auf Grundlage von Asbest unter anderem Bremsbeläge hergestellt worden.

Obwohl seit den 1950er Jahren bekannt ist, dass Asbestteilchen Lungenkrebs auslösen können, wurde der Umgang mit diesem Werkstoff in Frankreich erst 1977 reglementiert. 1997 erließ die französische Regierung ein Asbestverbot. Wissenschaftlern zufolge sind zwischen zehn und 20 Prozent der Lungenkrebs-Erkrankungen in Frankreich auf den Kontakt mit Asbest zurückzuführen.

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    • afp
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    2 Kommentare zu "Mitarbeiter klagen: Asbest-Belastung bei Bosch"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Gibt es dnn in der Gruppe eien signifikante Form oder Menge von Kreebsfaellen ?

    • Bei Bosch ist alles bis ins allerkleinste eineindeutig geregelt - sogar das Radio am Arbeitsplatz.

      Da zugleich klare Zuständigkeiten in allen Bereichen existieren (auch in solchen, an die gewöhnliche Menschen nicht mal denken mögen), sollte dieses obengenannte Thema zügig aufgeklärt werden können. Dokumentiert sein müßte jedenfalls alles haarklein.

      Schön, wenn man als Arbeitnehmer für solch ein freiraumschaffendes Unternehmen arbeiten darf. Wie beschreiben es die Personaler dort: wir brauchen verantwortungsvolle Unternehmer im Unternehmen.

      Zum Totlachen absurd.

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