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Mitbestimmung bei Werkverträgen Porschebetriebsrat setzt sich durch

Sie stehen im Fokus gewerkschaftlicher Kritik: Werkverträge in der Industrie. Beim Autobauer Porsche hat der Betriebsrat nun offenbar erreicht, dass er künftig bei dem Instrument ein Wörtchen mitreden darf.
Der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Porsche AG hat gut Lachen: Er hat sich mit seiner Forderung nach mehr Mitbestimmung durchgesetzt. Quelle: ap
Uwe Hück

Der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Porsche AG hat gut Lachen: Er hat sich mit seiner Forderung nach mehr Mitbestimmung durchgesetzt.

(Foto: ap)

StuttgartDer Betriebsrat des Autobauers Porsche darf nach eigener Darstellung künftig über die Auftragsvergabe an Fremdfirmen und damit über die oft strittigen Werkverträge mitentscheiden. Wie die „Stuttgart Zeitung“ (Montag) berichtet, hätten Betriebsräte und Firmenspitze eine Vereinbarung zur „sachbezogenen Mitbestimmung“ getroffen. Das Abkommen werde den Umgang mit Werkverträgen „enorm verändern“, sagte Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück der Zeitung. Sein Kollege Bernd Osterloh habe bei VW Ähnliches vor.

Auftragsvergaben an externe Firmen sind für Mitarbeitervertreter oft ein Ärgernis, schließlich wird durch solche Aufträge etwa zur Logistik oder Instandhaltung von Maschinen oft das hohe Gehaltsniveau der Stammbelegschaft umgangen. Er habe nicht prinzipiell etwas gegen Fremdvergaben, sagte Hück. „Aber wir wollen anständige Verträge haben - die Mitbestimmung darf nicht umgangen werden, und Menschen dürfen nicht von Subunternehmen ausgebeutet werden.“

Details zur Art und Weise der neuen Mitbestimmung bei Fremdvergaben wurden nicht bekannt. Die Vereinbarung gilt den Angaben zufolge vorerst für die Standorte Zuffenhausen und Weissach in der Region Stuttgart. Das Werk in Leipzig soll im ersten Halbjahr 2016 folgen.

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  • dpa
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