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Modellpolitik Opel holt den Astra zurück nach Rüsselsheim – 600 Mitarbeiter sollen gehen

Der Autobauer holt den Astra zurück an den Stammsitz. Im Gegenzug stimmt der Betriebsrat zu, Personal über freiwillige Programme zu reduzieren.
27.06.2019 - 11:29 Uhr Kommentieren
Opel: Astra soll wieder in Rüsselsheim produziert werden Quelle: dpa
Opel in Rüsselsheim

Im Stammwerk soll wieder der Astra gebaut werden.

(Foto: dpa)

München Opel holt den Astra zurück nach Rüsselsheim. Darauf haben sich Geschäftsführung und Betriebsrat verständigt, teilte Opel am Donnerstag mit – und bestätigte damit einen Handelsblatt-Bericht von Anfang April. Der Kleinwagen, der bis 2015 schon einmal in Hessen produziert wurde, soll ab 2021 wieder am Stammsitz des Autobauers gefertigt werden.

„Dies ist ein wichtiger Schritt für unser Rüsselsheimer Werk. Diese Investition ermöglicht den Betrieb in zwei Schichten und sichert die Zukunft des Rüsselsheimer Werks nachhaltig“, sagte Opel-Chef Michael Lohscheller.

Die Produktion des Familien-Vans Zafira Tourer in Rüsselsheim läuft in den nächsten Wochen aus. Der Standort braucht daher dringend ein Ersatzmodell, das neben dem Flaggschiff der Marke mit dem Blitz, der Limousine Insignia, vom Band läuft, um die fast 3000 Beschäftigten mit Arbeit auszulasten. Mit dem Astra – neben dem Corsa das absatzstärkste Modell von Opel – steht nun das Nachfolgemodell fest.

Der Anlauf der Astra-Produktion wird allerdings erst in eineinhalb Jahren erfolgen. Bis dahin ist das Rüsselsheimer Fahrzeugwerk absehbar mit einer erheblichen Unterauslastung konfrontiert. Daher hat der Betriebsrat im Gegenzug zur Freigabe der Investitionen zugestimmt, Programme zum freiwilligen Personalabbau über Altersteilzeit, Vorruhestand oder Abfindungen für die Werksmitarbeiter zu öffnen.

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    Die Jahrgänge bis einschließlich 1963 können daran teilnehmen. Nach Informationen des Handelsblatts aus Konzernkreisen will Opel so rund 600 Mitarbeiter in der Produktion in den nächsten Jahren abbauen. Gleichzeitig sichert die Tochterfirma des französischen Autobauers PSA (Peugeot, Citroën) aber zu, 120 Auszubildende pro Jahr in Rüsselsheim einzustellen. Das Unternehmen wertet das als wichtiges Zeichen für die Zukunftsfähigkeit des Standortes.

    „Die heutige Entscheidung zeigt die Entschlossenheit aller Beteiligten, zu einer Lösung zu kommen, die für alle Seiten gut ist. Rüsselsheim wird weiterhin eine wichtige Rolle im Produktionsnetzwerk der Groupe PSA spielen“, sagte Lohscheller.

    Ob der Astra künftig teilweise auch noch im britischen Ellesmere Port gefertigt wird, hängt dagegen laut Konzernkreisen vom Brexit ab. Dem Werk nahe Liverpool drohen weitere Einschnitte, dabei beschäftigt Opel dort nur noch etwas mehr als 900 Mitarbeiter.

    Mehr: Mit der Weltpremiere des elektrischen Corsas wollen die Rüsselsheimer ein neues Kapitel in der Firmengeschichte aufschlagen. Opel ist zum Erfolg verdammt.

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