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Mögliche K+S-Übernahme Bleibt mit Potash alles wie es ist?

Nach einer möglichen Übernahme von K+S will Potash die Strukturen und Personalien offenbar unangetastet lassen. Die Kanadier wollen keine Werke schließen, sagen Insider. Auch die Zentrale in Kassel soll wichtig bleiben.
28.06.2015 - 23:19 Uhr Kommentieren
Nach einer Übernahme durch die kanadische Potash soll in Hessen die gemeinsame Europa-Zentrale entstehen. Quelle: dpa
K+S in Kassel

Nach einer Übernahme durch die kanadische Potash soll in Hessen die gemeinsame Europa-Zentrale entstehen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der kanadische Düngemittelhersteller Potash plant nach einer Übernahme von K+S Insidern zufolge keine Eingriffe in die Geschäftstätigkeit des deutschen Konkurrenten. Potash habe K+S schriftlich mitgeteilt, dass man gerne einen konstruktiven Dialog suchen würde, sagten mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntagabend. Der Unternehmenssitz von K+S in Kassel solle Europazentrale einer gemeinsamen Gesellschaft werden. Potash wolle den geplanten Zukauf freundschaftlich angehen.

Es gehe nicht darum, Personal oder Kosten einzusparen oder operative Änderungen vorzunehmen, sondern vielmehr um eine Positionierung als gemeinsames starkes Unternehmen. Potash sehe Ergänzungen in Produkten und Regionen. Das gelte nicht nur für den Kalibereich.

Auch das Salzgeschäft, in dem die Nordhessen Weltmarktführer sind, sehe Potash als attraktiv und stark an. Potash wolle keine Werke schließen. Auch das neue Kali-Minenprojekt von K+S in Kanada solle ausgebaut und fortgeführt werden. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte ähnliche Details vorab aus ihrer Montagausgabe berichtet.

Insidern zufolge haben sich die Vorstandschefs beider Unternehmen im Februar getroffen, um erstmals über einen Zusammenschluss zu sprechen. Potash habe Ende Mai K+S einen schriftlichen Übernahmevorschlag übermittelt.

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    Potash wollte sich ebenso wenig zu den Informationen äußern wie ein K+S-Sprecher. Am Donnerstagabend hatte zuerst das Handelsblatt berichtet, dass sich Potash den kleineren Rivalen aus Deutschland einverleiben will. K+S wird mit der Sache vertrauten Personen zufolge dabei mit nahezu acht Milliarden Euro bewertet. Pro Aktie liege der Vorschlag bei 41 Euro, hatte ein Insider gesagt.

    Feindliche Übernahmen – Tops und Flops
    Potash und K+S
    1 von 14

    Der kanadische Düngemittelhersteller Potash hat ein Übernahmeangebot in Höhe von rund acht Milliarden Euro für den Kasseler Konkurrenten K+S auf den Tisch gelegt. So wollen die Kanadier wieder zum Weltmarktführer für Kalisalze aufsteigen. Dafür sind sie bereit, einen Aufschlag von 40 Prozent auf den derzeitigen Aktienkurs zu bezahlen. K+S will das Angebot prüfen, hieß es zuletzt. Solche feindlichen – oder neutraler: unkoordinierten – Übernahmen gibt es immer wieder. So versuchte etwa...

    (Foto: dpa)
    Pirelli und Continental
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    ...der ehemalige Reifen- und Kabelhersteller Pirelli 1990, den Automobilzulieferer Continental zu übernehmen. Aufgefallen war der Versuch durch hohe Kurssprünge der Continental-Aktie. Doch die Übernahme konnte verhindert werden: Eine Abwehrfront deutscher Großunternehmen erwarb auf Bitten des damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder unter Federführung der Deutschen Bank eine Sperrminorität an Continental. Nach langem Kampf ging Pirelli die Liquidität aus, und Continental blieb vorerst eigenständig.

    (Foto: dpa)
    Krupp und Thyssen
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    Erfolgreicher verlief die Übernahme des Dortmunder Anlagenbau- und Stahlkonzerns Hoesch durch Thyssen 1992. Auf diesem Plakat vor dem ehemaligen Verwaltungsgebäude von Hoesch in Duisburg wird jedoch bereits für eine spätere Fusion geworben: die zwischen Krupp und Thyssen. Ursprünglich hatte Krupp eine feindliche Übernahme des ungleich größeren Konkurrenten Thyssen geplant. Als die Pläne der Öffentlichkeit bekannt wurden, fusionierten die beiden Unternehmen stattdessen – nach Protesten von rund 30.000 Stahlarbeitern.

    (Foto: ap)
    Vodafone und Mannesmann
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    Das erste Übernahmeangebot durch Vodafone lehnte der Mannesmann-Konzern 1999 ab. Nach geheimen Verhandlungen beschlossen die beiden Mobilfunk-Konzerne ein Jahr später dann doch eine „einvernehmliche“ Fusion – mit gerichtlichem Nachspiel. Denn die Abfindung für den Mannesmann-Vorstand um Klaus Esser gingen in die Millionen. Allein Esser soll an der Fusion 60 Millionen Mark verdient haben. Die gerichtliche Klärung zog sich bis 2006 – und endete mit einer Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung einer Geldauflage von 1,5 Millionen Euro.

    (Foto: ap)
    WCM und Klöckner
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    Nur die wenigsten Übernahmen versetzen Arbeitnehmer in Euphorie, doch das Übernahmeangebot der Frankfurter Beteiligungsgesellschaft WCM wurde von der Belegschaft des Stahlhändlers Klöckner einhellig begrüßt. Allein, der Vorstand wehrte sich mit Kräften – vergeblich. WCM stockte seinen Anteil von 40 auf 70 Prozent auf und versprach, keine Arbeitsplätze abzubauen. Rund drei Jahre später ging WCM insolvent und trat seine Klöckner-Anteile an Salzgitter ab.

    (Foto: dpa)
    Robert Bosch und Buderus
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    Zwei Anläufe brauchte der Autozulieferer Robert Bosch, bis die Übernahme des Heiztechnik-Spezialisten Buderus im Jahr 2003 gelang. Von Bilfinger Berger übernahm Bosch ein 30-Prozent-Paket an Buderus – für 551 Millionen Euro. Der damalige Chef von Buderus, Uwe Lüders, galt als einer der schärfsten Kritiker des Deals – und gab nur kurze Zeit nach der Einigung seinen Chefposten auf.

    (Foto: dpa)
    INA/Schaeffler und FAG Kugelfischer
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    670 Millionen Euro: So viel ließ sich der Wälzlagerhersteller INA/Schaeffler die Übernahme des Maschinenbauers FAG Kugelfischer kosten. Zuvor hatte FAG sich fünf Wochen lang heftig gegen die Pläne des Familienunternehmens gewehrt, bis der Deal im Oktober 2001 unter Dach und Fach war.

    (Foto: dpa)
    • rtr
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