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Monsanto Dritter Geschworener fällt aus – Glyphosat-Prozess von Bayer könnte platzen

In dem Prozess um das Monsanto-Mittel Roundup fällt bereits der dritte Geschworene aus. Für den weiteren Verlauf wird es nun eng.
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In dem Unkrautvernichter, der von Bayer vertrieben wird, ist Glyphosat enthalten. Quelle: Reuters
Roundup

In dem Unkrautvernichter, der von Bayer vertrieben wird, ist Glyphosat enthalten.

(Foto: Reuters)

New YorkEs ist eine gewöhnliche Grippe, die den dritten Geschworenen im wichtigen Monsanto-Prozess in San Francisco ausgeschaltet hat. Für den Verlauf des Prozesses wird es damit aber langsam eng: Der Prozess hatte mit neun Geschworenen begonnen. Sechs sind mindestens nötig, um eine Entscheidung zu fällen. Sollte also noch eine weitere Person unter den Geschworenen ausfallen, müsste der Prozess abgebrochen werden.

Vor einer Woche hat in San Francisco der zweite große Prozess gegen Bayer begonnen, in dem es um den Glyphosat-Unkrautvernichter Roundup geht – und um die Frage, ob Glyphosat Krebs erregt. Für Bayer ist dies ein entscheidender Prozess, nachdem der deutsche Monsanto-Eigner im ersten Prozess im vergangenen Jahr eine herbe Niederlage einstecken musste und zu einer Schadensersatzzahlung von 79 Millionen US-Dollar verurteilt wurde.

Das Verfahren „Edwin Hardeman gegen Monsanto“ in San Francisco verhandelt der Richter Vince Chhabria. Er hat den Prozess in zwei Phasen unterteilt: In der ersten Phase soll lediglich festgestellt werden, ob es wissenschaftlich begründet einen Zusammenhang zwischen Glyphosat und Krebs gibt. Nur wenn dies festgestellt wird, beginnt die zweite Phase des Prozesses, in der es dann speziell um den Kläger Hardeman geht.

Bayer sieht seine Chancen durch diese Aufteilung in zwei Phasen gestärkt. Die Leverkusener sind überzeugt, dass wissenschaftliche Studien ihre Position untermauern, dass Glyphosat nicht krebserregend sei.

Die Abschlussplädoyers der beiden Seiten sind für den 12. März angesetzt. Dann muss die Jury ihre Entscheidung fällen, ob es einen Zusammenhang zwischen Roundup und Krebs gibt. Dann entscheidet sich auch, ob am 13. März die zweite Phase beginnt.

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