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Monsanto Jury-Urteil im Glyphosat-Fall gegen Bayer erneut vertagt

Die Jury in San Francisco hat ihr Urteil in dem wichtigen Prozess über Roundup und Krebs erneut verschoben. Damit zieht sich die Entscheidung nun schon seit einer Woche hin.
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Monsanto: Jury-Urteil im Glyphosat-Fall gegen Bayer wieder vertagt Quelle: dpa
Roundup

Das Unkrautvernichtungsmittel Roundup von Monsanto enthält Glyphosat.

(Foto: dpa)

New YorkAuch an diesem Montag ist die Jury in San Francisco zu keinem Urteil gekommen. Die sechs Geschworenen, die noch verblieben sind, hatten am Montag erneut die Aussage des Klägers Edwin Hardeman gehört. Damit zieht sich die Entscheidung der Jury nun seit einer Woche hin.

Bei der Monsanto-Mutter Bayer beobachtet man den Prozess mit Spannung. In dem ersten Prozess im vergangenen Jahr wegen des Glyphosat-Mittels Roundup hatten die Leverkusener eine herbe Niederlage einstecken müssen und wurden zu einer Schadensersatzzahlung von 79 Millionen US-Dollar (etwa 70 Millionen Euro) verurteilt.
Der Leverkusener Pharma- und Agrarchemie-Konzern hatte den Glyphosat-Entwickler Monsanto im vergangenen Sommer für 63 Milliarden US-Dollar übernommen. Nun muss sich Bayer in den USA in etwa 11.200 Klagen wegen des Unkrautvernichters Roundup verteidigen.

Ein weiterer Fall gegen Bayer soll Ende März beginnen. Dort klagt das Ehepaar Alva und Alberta Pilliod in Oakland wegen „Roundup“.

Der Fall Hardeman in San Francisco ist ein sogenannter Bellwether-Fall. Sie gelten im US-Recht als Test für andere vor Gericht anhängige Klagen.

In San Francisco hat der Richter Vince Chhabria das Verfahren in zwei Phasen unterteilt: In der ersten Phase sollte lediglich festgestellt werden, ob es einen wissenschaftlich begründeten Zusammenhang zwischen Glyphosat und Krebs gibt.
Erst wenn die Jury das bejaht, geht es in die zweite Phase. Sollte sie keinen Zusammenhang sehen, wäre der Prozess zu Ende und es wäre ein klarer Sieg für Bayer.

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