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Montebelluna Stadt der Skistiefel

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Auch andere große Marken sitzen in Montebelluna

Natürlich entstehen in Montebelluna nicht nur Skischuhe. Mit Geox sitzt eine der größten europäischen Schuh-Marken in der gut 30 000 Einwohner zählenden Gemeinde. Sportmarken wie Lotto und Diadora haben hier ihre Wurzeln. Aus dem Städtchen stammen auch die Moonboots, jene klobigen Winterstiefel aus Kunststoff, die seit der Mondlandung 1969 alle paar Jahre wieder in Mode sind. Der bayerische Wanderschuhproduzent Meindl unterhält sogar eine kleine Fabrik in der Stadt. "In Montebelluna sitzen viele Spezialisten, da haben wir Zugang zu einem großen Markt an Ideen, Neuigkeiten und Materialien", meint Lars Meindl.

Doch Sportschuhe und Pumps können sie auch anderswo ganz gut entwerfen. Skistiefel hingegen kriegt die Sportbranche offenbar nur in Montebelluna richtig hin. "Das liegt nicht zuletzt an den Dutzenden von Zulieferern in der Gegend", sagt Branchenexperte Durante. Von denen stammen insbesondere die aufwendigen Formen, die pro Stück gut eine Million Euro kosten. Die Lieferanten produzieren zudem die unterschiedlichsten Maschinen und Grundstoffe sowie Schrauben und Schnallen aller Art.

Skistiefel sind ein komplexes Produkt. "Die Materialien müssen Temperaturen von minus 40 Grad genauso aushalten wie plus 20 Grad", sagt Salewa-Manager Dus. Gleichzeitig sollen sie stabil sein, aber möglichst wenig wiegen. Deshalb setzen die Konstrukteure immer öfter das teure, aber leichte und stabile Karbon ein.

Zudem fordern die Sportler jedes Jahr bequemere Stiefel. Deshalb nutzen die Experten inzwischen leicht formbare Materialien im Inneren. Das kommt gut an: "Immer mehr Kunden entscheiden sich für individuell angepasste Schuhe", sagt Markus Moller vom Sporthändlerverbund Intersport.

Meistens ist in Montebelluna jeder gut informiert darüber, welcher Konkurrent gerade an welchem Projekt arbeitet. "Die wichtigsten Termine, die finden abends an der Bar statt", erklärt Salewa-Manager Dus.

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