MTU auf Rekordkurs Triebwerkshersteller hebt Dividende an

Das Geschäft floriert, die Dividende steigt: Dem Triebwerkhersteller MTU geht es bestens. Auch im laufenden Geschäftsjahr will der Vorstand den Konzern „auf Rekordkurs halten“, kündigte Vorstandschef Reiner Winkler an.
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Der Triebwerkhersteller MTU ist auch im laufenden Geschäftsjahr auf Rekordkurs. Quelle: dpa
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Der Triebwerkhersteller MTU ist auch im laufenden Geschäftsjahr auf Rekordkurs.

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DüsseldorfDer Triebwerkshersteller MTU Aero Engines will seine Aktionäre mit einer höheren Dividende am Rekordergebnis des Vorjahres beteiligen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung eine um zehn Cent auf 1,45 Euro je Aktie erhöhte Ausschüttung vor, wie MTU am Dienstag mitteilte.

Vor allem dank des florierenden Geschäfts mit Antrieben für Passagierjets stieg der Umsatz 2014 um zehn Prozent auf 3,9 Milliarden Euro und der Gewinn um sechs Prozent auf 253,3 Millionen Euro.

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Aus Liebe zum Fahren

Der Deutsche und sein Auto - es ist seit vielen Jahren eine besondere Liebesbeziehung, auch wenn das Autowaschen am Samstag nicht mehr die Breitensportbewegung ist, die es in früheren Jahrzehnten einmal war. Was aber noch deutlich zugenommen hat, ist die Dominanz der deutschen Autohersteller und der Zulieferer auf dem Weltmarkt.

Gerade die Premiumhersteller sind weltweit für technische Brillanz, Eleganz und Verlässlichkeit bekannt - ob BMW, Mercedes oder die zum Volkswagen-Konzern gehörenden Marken Audi und Porsche. Im Premiumbereich lag der Weltmarktanteil im vergangenen Jahr laut einer Studie der Investmentbank UBS bei über 88 Prozent. Die aufstrebenden Märkte speziell in China sorgen für einen immensen Absatzboom. Aber auch der für diese Hersteller traditionell starke US-Markt zog weiterhin kräftig an.

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Im Gefolge der Hersteller bestimmen auch die großen Zulieferer mehr und mehr den Weltmarkt. Die Podiumsplätze der globalen Zulieferindustrie teilen sich Bosch, Continental und demnächst auf Nummer drei ZF Friedrichshafen - wenn das Unternehmen den US-Konkurrenten TRW erfolgreich übernimmt.

Der Export von Autos aus Deutschland ist im ersten Halbjahr um sieben Prozent auf 2,2 Millionen Einheiten gestiegen. Der Branchenverband VDA hat deswegen gerade erst seine Prognose für das Gesamtjahr von bisher zwei Prozent auf ein Plus von fünf Prozent erhöht und rechnet jetzt mit 4,4 Millionen Fahrzeugen in diesem Jahr.

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Talent für Präzision

Er wird gerne als Aushängeschild der deutschen Wirtschaft bezeichnet: Der deutsche Maschinenbau ist neben dem Automobilbau, der im weitesten Sinne ein Zweig des Maschinenbaus sein könnte, die wohl bekannteste deutsche Industriebranche. Maschinen aus Deutschland sind in der Welt stark gefragt. Die zumeist mittelständischen Hersteller haben in den vergangenen Jahren die aufstrebenden Unternehmen in den Schwellenländern Asiens und Lateinamerikas ausgerüstet.

Es ist der gute Ruf, der das Geschäft treibt, und der besteht aus Qualität, Präzision und Erfindungsreichtum. Grundlage für den Erfolg deutscher Maschinen im Ausland ist die enge Verbindung von Unternehmen und Forschung - sei es in den Betrieben, in Instituten wie Fraunhofer oder an Technischen Universitäten wie Aachen, Hannover und Karlsruhe.

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Der Branchenverband VDMA hat errechnet: In 16 von 32 international vergleichbaren Fachzweigen ist der deutsche Maschinen- und Anlagenbau Weltmarktführer. Die Firmen sind meist große Fische in einem kleinen Teich - manche kommen auf einen Marktanteil von mehr als 80 Prozent.

Insgesamt ist die Branche mit rund einer Million Beschäftigten führend, vor den Maschinenbauern aus den USA und China. Vor allem Letztere holen aber auf. Sie entwickeln einfache Maschinen für ihren Markt, die vielen Kunden ausreichen, und gewinnen technisches Know-how.

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Jagd auf Schnäppchen

Deutschland, das ist das Land der Discounter. Nirgendwo auf der Welt sind Aldi, Lidl und Co. so stark wie in ihrer Heimat. Sie haben die Deutschen zu wahren Schnäppchenjägern gemacht. „Jeder von euch Deutschen ist im Schatten einer Aldi-Tüte groß geworden“, beobachtet Rewe-Chef Alain Caparros, ein gebürtiger Franzose.

Mit Hingabe nach dem billigsten Produkt zu fahnden - das machen die Deutschen so intensiv wie kaum ein anderes Volk. Und das zieht sich durch alle Schichten: Der Porsche Cayenne auf dem Aldi-Parkplatz belegt dies.

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Die Discount-Pioniere wie Karl Albrecht (Aldi Süd) und die Familie seines verstorbenen Bruders Theo (Aldi Nord) sind zu den reichsten Deutschen aufgestiegen. Mehrere Jahrzehnte kannte die Umsatzkurve der Billigheimer nur eine Richtung: himmelwärts. Nach und nach eroberten sie den deutschen Markt, eröffneten eine Filiale nach der anderen. Kleines Sortiment, einfache Ausstattung, vor allem aber niedrige Preise - das war das simple Konzept.

Im Jahr 2008 lag der Marktanteil der Discounter bei 44,5 Prozent. Nach einer Stagnationsphase wachsen die Discounter wieder, sie locken mit Delikatessen vor Feiertagen, fair gehandelten Produkten und Bio-Lebensmitteln. Es geht darum, die Rendite auf dem Heimatmarkt zu halten, um die Expansion finanzieren zu können. Aldi und Lidl haben in den vorigen Jahren in fast jedem Auslandsmarkt zweistellig zugelegt.

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Der duale Weg

Wer im Ausland lebt, lernt schnell den Wert deutscher Automechaniker, Hotelfachleute, Bäcker oder Installateure zu schätzen. Privat und noch viel mehr in der Industrie: So stöhnen etwa deutsche Autobauer in den USA darüber, wie schwer es ist, Qualität „made in Germany“ auch auswärts zu produzieren, ohne Fachleute „trained in Germany“. Konzerne haben Konsequenzen gezogen. Ob in den USA, in Südamerika oder Indien: allerorten sind duale Berufsausbildungen nach deutschem Vorbild entstanden.

Vorstandschef Reiner Winkler kündigte zuletzt an: „Wir werden die MTU auch im laufenden Geschäftsjahr auf Rekordkurs halten.“ Der Umsatz soll 2015 auf 4,4 Milliarden Euro zulegen, der Gewinn auf 285 Millionen.

  • rtr
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