Münchner Sicherheitskonferenz Siemens-Chef Kaeser steht zu Trump-Lob

Für sein Lobeshymne auf Trump musste Siemens-Chef Joe Kaeser viel Kritik einstecken. Nun sagt er, warum er bis heute zu den Worten steht.
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Siemens: CEO Kaeser steht zu seinem Lob für Donald Trump Quelle: Reuters
Joe Kaeser

Der Siemens-Chef steht zu seinem Lob für Donald Trump.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfSiemens-Chef Joe Kaeser hat sein Lob für US-Präsident Donald Trump verteidigt. Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz sagte er am Freitag dem US-Fernsehsender CNBC, es gebe eine sehr gute Chance, dass die US-Steuerreform neue Jobs schaffe. „Daher habe ich dem amerikanischen Präsidenten zu seiner Steuerreform gratuliert.“ Er habe Trump jedoch nicht zu seinem ersten Amtsjahr gratuliert, stellte der Siemens-Chef klar.

Kaeser hatte Ende Januar beim Weltwirtschaftsforum in Davos zusammen mit anderen europäischen Konzernchefs an einem Dinner mit Trump teilgenommen – und gesagt: „Glückwunsch zur Steuerreform.“ Zudem hatte er Investitionen in der Turbinen-Sparte in den USA angekündigt, obwohl Kaeser in dem Bereich in Deutschland Stellen abbauen will.

Wörtlich sagte er damals: „Und weil Sie so erfolgreich mit der Steuerreform waren, haben wir entschieden, die nächste Generation von Gasturbinen in den USA zu entwickeln.“ Die Worte brachten Kaeser in Deutschland harsche Kritik von Siemens-Mitarbeitern, Gewerkschaftern und Politikern ein.

Auch in den USA ist die Steuerreform umstritten: CNBC zufolge steigert sie die Staatsverschuldung um 1,5 Billionen Dollar. Zudem kritisieren Ökonomen, dass Wohlhabende einseitig von der Reform profitieren. Hinzu kommt: Viele US-Konzerne, die ihre im Ausland geparkten Milliarden zurückholen, stecken das Geld vor allem in Aktienrückkäufe – und investieren das Geld nicht wie von Trump erhofft in neue Standorte, Forschung und Mitarbeiter.

Siemens-CEO Kaeser sieht das jedoch anders: „Daran ist nichts falsch, weil mehr Jobs bessere Lebensbedingungen für die Menschen bedeuten, die nicht so viel Geld haben“, sagte er über die Steuerreform. „Könnte sie reiche Menschen noch reicher machen? Vielleicht“, so Kaeser. „Aber der Fokus liegt auf der Schaffung von Arbeitsplätzen.“

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4 Kommentare zu "Münchner Sicherheitskonferenz: Siemens-Chef Kaeser steht zu Trump-Lob"

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  • Der Versuch, dieses peinliche Tischgebet, von einer unnötigen Schleimerei, in ein Manifest der Standhaftigkeit umzuklittern, macht es nicht besser...

  • Vollkommen unverständlich. Da macht ein Mann einen wirklich großartigen Job indem er sein Unternehmen auf das vortrefflichste repräsentiert. Er holt Aufträge herein, sichert und schafft Jobs in Deutschland und im Ausland und am Ende reduziert sich alles darauf, daß er nicht bereit war, sich am allgemeinen Trump-Bashing zu beteiligen. Herr Kaeser sollte weitehin Rückrat zeigen und sich nicht vom Mainstream brechen lassen. Wir sollten in diesem Land mehr Anerkennung für diejenigen entwickeln die den "Karren ziehen" sonst verlieren die nämlich bald die Laune und die sprudelnden Geldquellen aus unserer florierenden Wirtschaft werden versiegen. Die meisten dieser Männer haben es nämlich gar nicht mehr nötig zu arbeiten. Dann können die vielen mediokren Underperformer in diesem Land mal sehen wie weit sie kommen.

  • Es tut mir sehr leid - Herrr Kaeser scheint - trotz viel Erfahrung - nicht wirklich bezüglich Herr Trump den totalen Durchblick zu haben. Letztendlich ist er vielleicht für die Aktionäre der Richtige Partner - aber nicht für die Arbeitnehmer von Siemens in Deutschland, - In den Werken der Energiesparte, die von Kürzungen betroffen sind, arbeiten Facharbeiter, für die es innerhalb des Siemens-Konzerns eine Zukunft geben sollte, - Zerschlagen geht schnell, Aufbau mit dem richtigen Personal ist sicherlich nicht so einfach.

  • Es klingt zynisch, wenn ausgerechnet Herr Kaeser den "Fokus in der Schaffung von Arbeitsplätzen" sieht. Er wäre besser damit beraten, einfach die niedrigeren Steuern in den USA und die Möglichkeit, Einfuhrzölle zu vermeiden als Argumente genutzt hätte - zumindest wäre das ehrlicher...

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