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Nach Abstürzen Boeing-Chef: „Bereits 96 Testflüge mit 737-Max-Software-Fix absolviert“

Boeing arbeitet an der Wiederzulassung seiner 737 Max-Maschinen: Über 159 Stunden Tests seien mit einem Update der Steuerungssoftware MCAS absolviert worden.
Update: 12.04.2019 - 01:33 Uhr Kommentieren

„Das Schulungsmaterial war fast kriminell unzureichend“

DallasBei dem nach zwei Flugzeugabstürzen massiv in der Kritik stehenden US-Luftfahrtkonzern Boeing laufen die Bemühungen um eine Wiederzulassung der Krisenjets 737 Max auf Hochtouren.

Es seien bereits 96 Flüge mit einer Flugzeit von insgesamt über 159 Stunden zum Testen eines Updates der umstrittenen Steuerungssoftware MCAS absolviert worden, sagte Boeing-Chef Dennis Muilenburg am Donnerstag bei einer Konferenz in Dallas. In den kommenden Wochen würden weitere Tests folgen, um zu zeigen, „dass wir sämtliche Vorgaben für die Zertifizierung identifiziert und erreicht haben“.

Weitere Testflüge mit einer Besatzung sollen in den kommenden Wochen stattfinden, hieß es. Am Donnerstag hätten sich Konzernvertreter mit Piloten und Airline-Angestellten aus den USA und dem Ausland zu Flugsimulator-Sitzungen getroffen, um die Software-Änderungen zu präsentieren.

Die Steuerungssoftware MCAS war eigens für die spritsparende Max-Neuauflage der 737-Serie entwickelt worden. Vorläufige Ermittlungsberichte hatten darauf hingedeutet, dass die Software eine entscheidende Rolle bei den Abstürzen in Indonesien und Äthiopien gespielt hat.

Eigentlich soll die Automatik in kritischen Flugsituationen - wie einem zu steilen Aufstieg - automatisch den Flugwinkel korrigieren. Doch bisher scheint es, als ob das System bei den Unglücken durch falsche Sensordaten fälschlicherweise die Maschinen Richtung Boden lenkte.

In einer Reaktion wurden die Maschinen vom Typ Boeing 737 Max weltweit mit Flugverboten belegt. Der US-Flugzeugbauer versucht Behörden davon zu überzeugen, die Jets nach Wartungen wieder abheben zu lassen.

Unterdessen hat die US-Fluggesellschaft Southwest bekanntgegeben, bis zum 5. August auf den Einsatz ihrer 34 Boeing 737 MAX Passierflugzeuge zu verzichten. Als Folge würden täglich etwa 160 Flüge gestrichen, teilte Konzernchef Tom Nealon mit. Durch den Schritt solle die Verlässlichkeit des Flugplans verbessert werden.

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  • dpa
  • ap
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