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Nach Absturz in Äthiopien Mehrere Länder erteilen Startverbot für Boeing 737 Max 8

Behörden und Airlines ziehen Konsequenzen aus dem Absturz in Äthiopien. Auch chinesische Flieger sollen vorerst am Boden bleiben.
Update: 11.03.2019 - 12:44 Uhr Kommentieren

Ist der neueste Boeing-Flieger sicher?

ShanghaiNach dem Flugzeugabsturz in Äthiopien haben mehrere Länder ein Startverbot für Maschinen des Typs Boeing 737 Max 8 verhängt. Chinesische Fluggesellschaften dürfen vorerst keine Maschinen mehr einsetzen, das habe die chinesische Luftfahrtaufsicht CAAC angeordnet, berichtete das „Wall Street Journal“. Alle Maschinen des Typs müssen bis Montag, 18 Uhr, gelandet sein, heißt es in der Anordnung.

Die Behörde zieht demnach Schlüsse zwischen dem tödlichen Crash am Sonntag und einem Absturz von Lion Air im Oktober, bei dem in Indonesien 189 Menschen ums Leben gekommen. waren In beiden Fällen ereigneten sich die Unfälle kurz nach dem Start Start. Derzeit seine 96 Flugzeuge des Typs Boeing 737 Max 8 bei chinesischen Airlines eingesetzt.

Auch die Fluggesellschaft Ethiopian Airlines hat ein Startverbot für alle baugleichen Maschinen vom Typ Boeing 737 Max 8 verhängt. Das teilte die Gesellschaft am Montagmorgen mit. „Auch wenn wir die Unglücksursache nicht genau kennen, haben wir uns entschlossen, diese Maschinen als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme am Boden zu belassen“, heißt es in der Mitteilung.

Die indonesische Luftverkehrsbehörde und die karibische Fluggesellschaft Cayman Airways ordneten ebenfalls an, die Maschinen am Boden zu lassen.

Die Unglücksmaschine, die von der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba in die kenianische Hauptstadt Nairobi fliegen sollte, war am Sonntagmorgen kurz nach dem Start abgestürzt. Insgesamt waren 149 Passagiere und acht Crew-Mitglieder an Bord. Das Flugzeug war neu, das Wetter klar. Doch etwas stimmte nicht. Die Piloten versuchten, zum Flughafen zurückzukehren. Sie schafften es nicht.

Unter diesen Umständen ähnelt der Unfall auf unheimliche Weise dem vom Oktober 2018, als eine 737 Max 8 der indonesischen Fluggesellschaft Lion Air Minuten nach dem Start in die Java-See stürzte und alle 189 Menschen an Bord starben.

Sicherheitsexperten nehmen die Ähnlichkeit zur Kenntnis – warnen aber davor, schnell zu viele Parallelen zwischen den beiden Unfällen zu ziehen. Alan Diehl ist ehemaliger Ermittler der US-Verkehrsbehörde National Transportation Safety Board (NTSB).

Er sagte, beide Besatzungen stießen kurz nach dem Start auf ein Problem, und in beiden Fällen gebe es Berichte über große Schwankungen der vertikalen Geschwindigkeit während des Aufstiegs. Das deute „eindeutig auf ein mögliches Kontrollproblem“ hin. Trotzdem gebe es auch viele andere mögliche Erklärungen: Motorprobleme, Pilotenfehler, Gewichtsbelastung, Sabotage oder Vogelschlag.

Harro Ranter, Gründer des Aviation Safety Network, wiederum sagte, es sei schwer, Parallelen zum Lion-Air-Crash zu ziehen, da der Chef von Ethiopian Airlines erklärt habe, vor dem Flug habe es keine Mängel gegeben. „Ich hoffe, dass die Leute auf die Ergebnisse der Untersuchungen warten, anstatt voreilige Schlüsse zu ziehen, die auf wenigen Fakten basieren.“. Aviation Safety Network ist eine Datenbank, die Informationen über Flugunfälle weltweit sammelt.

Boeing gab unmittelbar keine Stellungnahme zu der möglichen Ursache ab. Das Unternehmen twitterte, es sei „zutiefst traurig, vom Tod der Passagiere und der Besatzung zu erfahren“. Man schicke einen Techniker zur Absturzstelle, um den äthiopischen und amerikanischen Ermittlern zu helfen. Ein Sprecher der NTSB sagte, die Verkehrsbehörde sende ein Team von vier Spezialisten, um die äthiopischen Behörden zu unterstützen.

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