Nach Atom-Deal RWE stoppt Mehrausgaben für erneuerbare Energien

So läuft das eben in Deutschland: Die großen Versorger bekommen die Laufzeiten ihrer Atomkraftwerke verlängert. Und nun friert RWE seine Investitionen in erneuerbare Energien vorerst ein. Die Abgaben an die Politik seien zu hoch. Das Thema wird die Gemüter weiter spalten.
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Erneuerbare Energien: RWE will die Investitionen gegen den Zeitgeist nicht steigern. Quelle: dpa

Erneuerbare Energien: RWE will die Investitionen gegen den Zeitgeist nicht steigern.

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HB HAMBURG. „Wir investieren sehr stark - mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr. Steigen wird dieses Volumen kurzfristig nicht, weil uns erst einmal Erträge durch die Politik weggenommen werden“, sagte RWE-Chef Jürgen Großmann dem Magazin “Stern“. Damit spielte Großmann auf die Brennelementesteuer und die Abgaben an den neuen Fonds für erneuerbare Energien an.

Langfristig wolle der Konzern die Ausgaben „schon erhöhen“, sagte Großmann. Der Ausbau erneuerbarer Energien habe für das Unternehmen “strategische Bedeutung“. Der RWE-Chef plädierte dafür, den Umstieg auf erneuerbare Energien nicht am technisch Machbaren auszurichten: “Technisch geht theoretisch immer mehr als im realen Leben.“ Deutschland müsse beim Strompreis wettbewerbsfähig bleiben. „Das geht noch lange Zeit nur mit Atom- und Kohlekraft“, sagte Großmann.

Man müsse die Energiewirtschaft umbauen, aber das gehe nur so, „dass sprichwörtlich das Haus während des Umbaus bewohnbar bleibt“.

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1 Kommentar zu "Nach Atom-Deal: RWE stoppt Mehrausgaben für erneuerbare Energien"

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  • Der Herr Grossmann kennt wahrscheinlich keine günstigen erneuerbaren Energien und/oder befürchtet viel zu viel Stromangebote... Jetzt im Herbst bringt die Windkraft allein über 25% des Strombedarfs. Das einzig schlaue ist jetzt in Speichertechnologie zu investieren. Wer speichern kann, kann sich locker flockig von Wind und Sonne (Wasserkraft und biomasse und Geothermie haben wir auch noch) voll versorgen. Aber ohne Speicherung ist das natürlich ärgerlich für die Atom- und kohlekraftwerksbetreiber - manchmal werden sie in naher Zukunft doch noch gebraucht...

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