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Nach dem Tod von zwei Säuglingen in Israel Humana kündigt vier Mitarbeitern fristlos

Nach den Fehlern bei der Produktion von Babynahrung hat der deutsche Nahrungsmittelhersteller Humana Milchunion GmbH vier verantwortliche Mitarbeiter fristlos entlassen.

HB HERFORD. Den vier Beschäftigten sei am Montag mit sofortiger Wirkung gekündigt worden, teilte Unternehmenschef Albert Große Frie am Montag vor Journalisten in Herford mit. Es handele sich um die Leitung der Produktionsentwicklung, des chemischen Zentrallabors und des Qualitätsmanagements. Die vier seien verantwortlich dafür, dass der Säuglingsnahrung auf Soja-Basis das notwendige Vitamin B1 nicht beigemischt worden sei. Humana räume Fehler ein und bedaure, dass diese möglicherweise für den Tod und die Erkrankung israelischer Säuglinge verantwortlich seien.

Unterdessen erhöhte sich die Zahl der Länder mit einem Verkaufsstopp für Humana-Produkte auf sechs. Nach Israel und Russland hätten inzwischen auch Georgien, Armenien, Aserbaidschan und Iran die Auslieferung von Babynahrung der Herforder Unternehmensgruppe untersagt, teilte Humana mit.

„Menschliches Versagen ist die Ursache für die fehlerhafte Deklaration der für den israelischen Markt bestimmten, neu entwickelten Sojanahrung Remedia Super Soya“, sagte Unternehmenschef Albert Große Frie. Veranwortlich dafür seien die Leiter der Produktentwicklung, des chemischen Zentrallabors und des Qualitätsmanagements. Die vier Betroffenen seien am Montag mit sofortiger Wirkung entlassen worden.

Die betriebsinterne Untersuchung habe mehrere Fehler bei der Entwicklung der Sojanahrung zu Tage gefördert. Zunächst seien Analysedaten falsch interpretiert worden, so dass auf den üblichen Zusatz von Vitamin B1 verzichtet worden sei, sagte Große Frie. Das Qualitätsmanagement habe dann die zwar nicht vorgeschriebene, aber bei Humana übliche Untersuchung aller Inhaltsstoffe unterlassen. So seien Laboruntersuchungen ohne Vitaminanalysen akzeptiert worden. Dies sei absolut unüblich.



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