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Nach der Übernahme von Randgold Resources So will Mark Bristow den Goldkonzern Barrick führen

Der Südafrikaner leitet nach der Übernahme seines Konzerns jetzt den größten Goldproduzenten der Welt – und will eine neue Ära einläuten.
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In Zukunft müsse sich die Industrie ändern, sagt der Südafrikaner. Quelle: Reuters
Mark Bristow

In Zukunft müsse sich die Industrie ändern, sagt der Südafrikaner.

(Foto: Reuters)

Ottawa Es ist durchaus bemerkenswert, dass seit Jahresbeginn ausgerechnet Mark Bristow die kanadische Barrick Gold Corporation, den größten Goldproduzenten der Welt, führt. Denn er war es, der rund 20 Jahre lang dem kleineren Konkurrenten Randgold Resources aus Südafrika vorstand – und der nun für 5,4 Milliarden US-Dollar von den Kanadiern übernommen wurde.

Jetzt ist es an Bristow, 60, die selbst ernannte „neue Ära des Goldbergbaus“ zu begründen. Er wird künftig mit Chairman John Thornton die Geschäfte des Konzerns leiten. Bristow stammt aus der Nähe von Durban in Südafrika, er diente in der Apartheid-Armee im Kampf gegen die Guerillas in Namibia und Angola.

Nach seinem Geologiestudium begann er seine Karriere in der Bergbaubranche, 1995 wurde er CEO von Randgold Resources. Der Aufstieg von Randgold zu einem wichtigen Goldproduzenten ist eng mit Bristows Namen verbunden.

Doch die Aufgabe, die der Pilot und Großwildjäger jetzt erledigen muss, ist noch schwerer. Unerwartet schnell hat er tiefe Einschnitte im Hauptquartier von Barrick vorgenommen.

Vor einigen Jahren noch waren in Toronto 500 Mitarbeiter beschäftigt, künftig werden es 60 sein. Und im Board of Directors des mit umgerechnet 13 Milliarden Euro bewerteten Konzerns sitzt laut der kanadischen Zeitung „Globe and Mail“ nur noch ein Kanadier.

Diese Industrie braucht zweifelsohne Veränderungen. Mark Bristow – CEO Barrick Gold

Auch Anthony Munk, Sohn des Gründers, hat das Board of Directors verlassen. „Diese Industrie braucht zweifelsohne Veränderungen“, sagt Bristow, der für seine klaren Worte bekannt ist. „Wir sind nicht daran interessiert, Mitglied des Klubs der Goldunternehmen zu sein, weil dies ein Klub mit einer enormen Liste schlechter Gewohnheiten ist“, sagte er Anfang 2015 dem „Northern Miner“.

Zu oft werde auf kurzfristige Gewinne gesetzt, und Projekte würden entwickelt, die nicht wirtschaftlich seien. Nun muss Bristow ein Unternehmen führen, das nach eigenen Angaben fünf der zehn besten Goldminen betreibt. Ein steigender Goldpreis, wie ihn Marktexperten erwarten, würde ihm die nötigen Einschnitte erleichtern.

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