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Nach Dieselskandal Katarische Aufsichtsrätin begrüßt Volkswagens E-Strategie

VW-Großaktionär Katar ist meist sehr verschwiegen. Jetzt äußerte sich erstmals die Aufsichtsrätin Al Jaber über die Entwicklung nach dem Dieselgate.
Update: 02.12.2019 - 07:56 Uhr Kommentieren
Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, sprach am Sonntag in Doha mit seiner katarischen VW-Aufsichtsratskollegin Hessa Al Jaber. Quelle: dpa
Niedersachsens Ministerpräsident Weil besucht Katar

Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, sprach am Sonntag in Doha mit seiner katarischen VW-Aufsichtsratskollegin Hessa Al Jaber.

(Foto: dpa)

Doha Als Hessa Sultan Al Jaber in den Aufsichtsrat von Volkswagen einzog, da steckte der Autobauer in einer tiefen Krise. Der Betrug bei Abgaswerten von Dieselfahrzeugen hatte das Vertrauen in den deutschen Vorzeigekonzern beschädigt. Die Schummeleien würden VW finanziell belasten, wie sich schon im Jahr 2016 absehen ließ.

Drei Jahre nach ihrer Berufung in das Kontrollgremium zeigt sich Al Jaber zufrieden: „Die Krise hat VW bei der Neuausrichtung geholfen“, sagte sie vor Journalisten in der katarischen Hauptstadt Doha.

Erst unter der Leitung von Matthias Müller und dann unter Herbert Diess leitete das Unternehmen den Umstieg von Verbrennern auf Elektroantriebe ein. Werke wie Emden und Zwickau rüstete VW auf den Bau von E-Autos um. Der Wandel ist für das Unternehmen aus Sicht der Aufsichtsrätin nicht nachteilig, im Gegenteil: „VW ist heute stärker als vor drei Jahren“, sagte Al Jaber.

Katar ist mit einem Anteil von 17 Prozent der drittgrößte Aktionär nach der Familie Porsche/Piëch und dem Land Niedersachsen. Der Golfstaat, der zudem Anteile etwa an der Deutschen Bank und Siemens hält, ist traditionell verschwiegen, wenn es um eine Bewertung seines Portfolios geht. Zum Abgasskandal und zu dessen Folgen hatten sich bislang weder Katar noch dessen zwei Vertreter im Aufsichtsrat von VW öffentlich geäußert. Im Kontrollgremiums selbst soll es von katarischer Seite allerdings deutliche Kritik gegeben haben.

Für Al Jaber ist die Abgasaffäre offensichtlich überwunden. Mit der Positionierung des Konzerns zeigte sie sich zufrieden. VW entwickele sich gut im harten Wettbewerb auf dem Automarkt, sagte sie. Weltweit steht der Fahrzeugabsatz wegen der konjunkturellen Abschwächung unter Druck. VW gewinnt aber nach eigenen Angaben in den meisten Regionen Marktanteile hinzu.

Ein Grund, warum sich Volkswagen so gut hält, hat Al Jaber ausgemacht: Der Konzern profitiere dabei von seiner Qualität. Dies gelte generell für deutsche Unternehmen, sagte sie. „Katar hat Rohstoffe, Deutschland hat gute Köpfe.“

Mehr: Volkswagen will bis 2024 fast 60 Milliarden Euro für Zukunftsinvestitionen ausgeben.

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