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Nach Festnahme von Ghosn Renault findet keine Unregelmäßigkeiten bei Bezahlung von Exekutivausschuss

Renault hat die Entlohnung des Exekutivausschusses untersucht. Dabei konnte der französische Autobauer eigenen Angaben zufolge keinen Betrug feststellen.
Update: 11.01.2019 - 00:24 Uhr Kommentieren
Carlos Ghosn sitzt in Japan in Untersuchungshaft. Quelle: Reuters
Carlos Ghosn

Carlos Ghosn sitzt in Japan in Untersuchungshaft.

(Foto: Reuters)

Boulogne-Billancourt Der französische Autokonzern Renault hat bei der Bezahlung seines Chefs Carlos Ghosn (64) nach eigenen Angaben keine Unregelmäßigkeiten oder Betrug festgestellt. Die Untersuchung habe die Jahre 2017 und 2018 betroffen, teilte das Unternehmen am Donnerstag nach einer Sitzung des Verwaltungsrats mit.

Der 64-jährige Ghosn bleibt einem Medienbericht zufolge zunächst weiter im Gefängnis in Japan. Ein Gericht in Tokio habe seinen Antrag auf Entlassung aus der Haft abgelehnt, berichtete die Agentur Jiji Press am Mittwoch.

Am Tag zuvor hatte der Ex-Verwaltungsratschef des Renault-Partners Nissan bei seiner ersten Anhörung vor Gericht alle ihm vorgeworfenen Finanzverstöße abgestritten. Der Richter begründete die lange Untersuchungshaft des Auto-Managers damit, dass Fluchtgefahr bestehe und Ghosn Beweismittel vernichten könnte.

Nach Ghosns Festnahme am 19. November wurde die Untersuchungshaft bereits mehrmals verlängert und zuletzt bis zu diesem Freitag festgesetzt. Die Anwälte rechnen dann mit einer weiteren Anklage. Bis zu einem Prozess könnten noch Monate vergehen.

Die Staatsanwaltschaft beschuldigt Ghosn, jahrelang Einkommen viel zu niedrig angegeben zu haben. Ihm wird zudem vorgeworfen, Verluste aus Devisenabsicherungsgeschäften während der globalen Finanzkrise 2008/2009 auf den mit Renault verbundenen Hersteller Nissan übertragen zu haben.

Ghosn wurde in der Renault-Mitteilung nicht namentlich genannt. Die interne Untersuchung zur Entlohnung betraf den sogenannten Exekutivausschuss, dem neben Ghosn auch andere Topmanager angehören.

Ghosn hat bei Renault seinen Titel als Président-Directeur général behalten. Das operative Geschäft wird von seinem Stellvertreter Thierry Bolloré geführt. Der französische Staat, der 15 Prozent der Anteile von Renault hält, hat bisher nicht erkennen lassen, dass Ghosn abgelöst werden soll.

  • dpa
  • rtr
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