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Nach Flugzeugabsturz US-Regierung lässt Zulassungsverfahren der FAA prüfen

Nach zwei Flugzeugabstürzen hat die US-Regierung einen Sonderausschuss eingerichtet, der die Zulassung neuer Flugzeuge durch die FAA überprüfen soll.
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Indonesien storniert Bestellung von 49 Boeing 737 Max Quelle: Reuters
Boeing vom Typ 737 Max

Das Katastrophenflugzeug muss weltweit am Boden bleiben.

(Foto: Reuters)

WashingtonNach den Abstürzen zweier Boeing-Maschinen binnen weniger Monate lässt die US-Regierung das Zulassungsverfahren neuer Flugzeuge durch die Luftfahrtbehörde FAA insgesamt überprüfen. Das Verkehrsministerium gab am Montag die Einrichtung eines Experten-Sonderausschusses bekannt, der nicht nur die in die Kritik geratene Zertifizierung von Boeings Unglücksfliegern der Baureihe 737 Max, sondern sämtlicher neuer Flugzeuge untersuchen soll.

„Sicherheit ist die höchste Priorität für unser Ministerium“, verkündete Verkehrsministerin Elaine Chao. Die Überprüfung durch „führende externe Experten“ solle helfen, mögliche Verbesserungen des Zulassungsverfahrens festzustellen. Der Spezialausschuss agiere als unabhängige Einrichtung, die ihre Ergebnisse und Empfehlungen direkt an die Ministerin und den Leiter der Luftfahrtbehörde berichte.

Nach zwei Flugzeugabstürzen in weniger als einem halben Jahr wird die Zulassung von Boeings 737 Max Jets durch die FAA mit großem Argwohn betrachtet. Die Behörde wird verdächtigt, bei der Zertifizierung ein Auge zugedrückt und weite Teile der Sicherheitsprüfungen dem Konzern selbst überlassen zu haben. Der Fall wird bereits vom Generalinspekteur des Verkehrsministeriums untersucht, auch das Justizministerium und das FBI sollen ermitteln.

Skepsis ruft vor allem die Freigabe von Boeings umstrittener Steuerungssoftware MCAS hervor, die laut Unfallermittlern eine entscheidende Rolle beim Absturz einer 737 Max 8 Ende Oktober in Indonesien spielte und auch beim jüngsten Crash einer solchen Maschine in Äthiopien als eine mögliche Ursache gilt. Boeing will ein rasches Update des Programms liefern. Bei den beiden Abstürzen waren insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen.

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  • dpa
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