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Nach internen Ermittlungen Nissan beurlaubt weitere Ghosn-Vertraute

Die internen Ermittlungen gegen Konzernchef Ghosn erreichen weitere Spitzenmanager von Nissan. Dahinter könnte etwas anderes stecken als die Vorwürfe gegen den Ex-Chef.
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Nissan-Manager Jose Munoz wurde beurlaubt. Quelle: AP
Spitzenmanager unter Verdacht

Nissan-Manager Jose Munoz wurde beurlaubt.

(Foto: AP)

DüsseldorfDen Jahreswechsel erlebte Carlos Ghosn in Tokio – und zwar in Untersuchungshaft. Nicht nur die japanischen Behörden, sondern auch ein konzerninternes Ermittlerteam soll klären, welchen Vergehen sich der jahrelange Konzernchef von Renault-Nissan schuldig gemacht hat. Nun geraten nun weitere seiner Vertrauten ins Visier der Ermittler, berichtet die „Financial Times“ unter Berufung auf Unternehmensinsider.

Nissans Chief Performance Officer Jose Muñoz, der intern sogar lange als Nachfolger für Ghosn an der Unternehmensspitze gehandelt worden war, wurde überraschend beurlaubt. Bei Lieferverträgen in den USA und Mexiko soll es zu Auffälligkeiten gekommen sein. Demnach wurden Aufträge am zentralen Einkauf der Allianz vorbei vergeben. Muñoz war damals für Nissan in Nordamerika zuständig.

Und auch Nissan-Personalchef Arun Bajaj wurde zuletzt freigestellt und wird von den japanischen Ermittlern vernommen. Er soll aufzuklären, ob es versteckte Zahlungen an Konzernchef Ghosn gegeben hat und wie hoch diese ausfielen.

Beide Spitzenmanager nehmen derzeit keine Stellung zu ihrer Beurlaubung. Es wird allerdings auch nicht direkt gegen sie ermittelt, betonen die Behörden. Da es sich bei Bajaj um einen wichtigen Zeugen handelt, wurde allerdings sein Pass eingezogen.

Insider äußern der „Financial Times“ zufolge dagegen die Sorge, dass Nissan die Ermittlungen gegen den Konzernchef nutzen könnte, um Ghosn-Vertraute aus dem Unternehmen zu drängen. Insbesondere Muñoz stand hoch in der Gunst des Konzernchefs und verantwortete wichtige Auslandsmärkte für die Japaner.

An der strikten Expansionsstrategie in den USA, die vornehmlich durch umfangreiche Rabatte gelang, übte Nissan-Chef Hiroto Saikawa zuletzt deutliche Kritik.

Konzernchef Ghosn wird vorgeworfen, über Jahre Einkünfte verschleiert zu haben und so ein verstecktes Gehalt vom Konzern bezogen zu haben – an der Steuer vorbei. Im November war er deswegen in Tokio verhaftet worden. Über seine Anwälte beteuerte er seine Unschuld. Am Dienstag will er vor einem Gericht in Tokio erstmals persönlich Stellung zu Vorwürfen nehmen.

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