Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Nach Kündigungswelle Deutsches Milchkontor will Bauern zurückgewinnen

Mit höheren Milchpreisen und kürzeren Vertragslaufzeiten will Deutschlands größtes Molkereiunternehmen das Vertrauen seiner Genossenschaftsbauern zurückgewinnen. Über 1.000 Landwirte hatten zuvor aus Protest gekündigt.
29.06.2017 - 16:07 Uhr Kommentieren
Der Geschäftsführer der Deutsches Milchkontor GmbH will mit attraktiveren Vertragsbedingungen seine Genossenschaftsbauern zurückgewinnen. Quelle: dpa
Ingo Müller

Der Geschäftsführer der Deutsches Milchkontor GmbH will mit attraktiveren Vertragsbedingungen seine Genossenschaftsbauern zurückgewinnen.

(Foto: dpa)

Bremen Deutschlands größtes Molkereiunternehmen DMK will mit höheren Milchpreisen und kürzeren Vertragslaufzeiten das Vertrauen seiner Genossenschaftsbauern zurückgewinnen. Für Juli kündigte Geschäftsführer Ingo Müller eine Erhöhung des Milchpreises um 2 Cent auf 36 Cent je Liter an. Zudem sollen die Verträge zwischen Genossenschaft und Bauern flexibilisiert werden. „Wir werden um jeden Bauern kämpfen“, sagte Müller am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz in Bremen. Zum Deutschen Milchkontor (DMK) zählen Marken wie Milram, Osterland, Oldenburger, Humana und Casarelli.

Dem Unternehmen, das jährlich rund 7,3 Milliarden Kilogramm Milch an 20 Standorten verarbeitet, bereitet eine Kündigungswelle der Genossenschaftsbauern Sorgen. Aus Unzufriedenheit haben rund 1100 Landwirte gekündigt, womit dem Milchkontor zum Januar 2019 etwa 1,7 Milliarden Kilogramm Milch fehlen würden.

„Frisch aus der Region“ zahlt sich für die Bauern aus

Über 500 Millionen Kilogramm davon fallen schon zum Januar 2018 weg. Das DMK hat daher am Mittwoch Werksschließungen in Rimbeck in Nordrhein-Westfalen, Bad Bibra in Sachsen-Anhalt und Bergen auf Rügen angekündigt. 270 der 7200 DMK-Stellen sollen gestrichen werden.

Ein weiteres Thema, das Molkereien und Bauern umtreibt, ist die vom Kartellamt kürzlich als zu lang kritisierte Laufzeit der Liefer- und Abnahmeverträge. Eine DMK-Satzungsänderung biete jetzt jedem Mitglied die Möglichkeit, die zweijährige Andienungspflicht auf ein Jahr zu reduzieren, sagte Aufsichtsratschef Heinz Korte.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    2016 lag der DMK-Milchpreis für die Bauern bei durchschnittlich 25,2 Cent je Liter nach 27,6 Cent 2015. Die Molkerei hatte mit Handelsketten im Mai höhere Preise für Trinkmilch, Joghurt und Quark vereinbart. Dadurch ergab sich Spielraum für eine Milchgelderhöhung, für Verbraucher bedeutet das aber höhere Preise im Supermarkt.

    • dpa
    Startseite
    0 Kommentare zu "Nach Kündigungswelle: Deutsches Milchkontor will Bauern zurückgewinnen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%