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Nach Medieninformationen will Beschuldigter Helmuth Schuster sein internes Wissen verkaufen Ex-VW-Manager will anscheinend auspacken

Der ehemalige Skoda-Personalchef Helmuth Schuster, Hauptbeschuldigter in der VW-Affäre, will nach Medieninformation mit Enthüllungen über seinen ehemaligen Arbeitgeber an die Öffentlichkeit gehen.
VW, hier die Wolfsburger Zentrale, kommt nicht aus den Schlagzeilen. Foto: dpa

VW, hier die Wolfsburger Zentrale, kommt nicht aus den Schlagzeilen. Foto: dpa

HB DÜSSELDORF. Schuster ist ein langjähriger enger Vertrauter von Noch-VW-Personalvorstand Peter Hartz und war bis zu seiner Kündigung durch VW zuletzt Personalvorstand bei der VW-Tochter Skoda, Indien-Beauftragter des Konzerns sowie für dessen VW-Pensionsfonds zuständig. Aufgrund seiner Ämter habe er viel zu erzählen, meldet die Wirtschaftswoche. Derzeit verhandele Schuster mit großen deutschen Verlagen, um ihnen für einen hohen sechsstelligen Euro-Betrag die Exklusivrechte an einer Enthüllungsserie aus dem Innenleben des Automobilkonzerns zu verkaufen.

Schuster und der für den Betriebsrat zuständige Mitarbeiter der Personalabteilung, Klaus-Joachim Gebauer, sollen sich über ein Geflecht von Tarnfirmen auf Kosten des Konzerns bereichert haben. Auch der VW-Betriebsratsvorsitzende Klaus Volkert ist in die Affäre verstrickt und erklärte seinen Rücktritt. VW-Personalvorstand Peter Hartz hat ob des Skandals angeboten, seinen Posten zu räumen. Darüber wird der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am Mittwoch entscheiden.

Die Wirtschaftswoche sieht besonders den heutigen Aufsichtsratsvorsitzenden und früheren VW-Chef Ferdinand Piech durch die Enthüllungen Schusters bedroht. “Piech ist der nächste”, zitiert das Magazin einen VW-Manager in Anspielung auf Hartz.

Weiteres Ungemach für den Ruf von VW droht von Seiten der Staatsanwaltschaft, die wegen Betrugs und Untreue gegen Schuster und Gebauer ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig will in Kürze erste Zeugen hören. Möglicherweise werde es noch in dieser Woche eine erste Vernehmung geben, sagte Justizsprecher Klaus Ziehe am Dienstag auf Anfrage. Wann und an welche Staaten internationale Rechtshilfeersuchen gestellt werden, lasse sich noch nicht sagen. Der Skandal hat mittlerweile Auswirkungen bis nach Indien, wo Schuster nach Medieninformationen Gelder für den Bau einer neuen VW-Fabrik unterschlagen haben soll.

Das Präsidium des Aufsichtsrates von Volkswagen entscheidet am Mittwoch über das Rücktrittsangebot von VW-Arbeitsdirektor Hartz. Für den Betriebsrat nimmt dessen neuer Chef Bernd Osterloh an der Sitzung teil, die ganz im Zeichen der VW-Affäre steht.

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