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Nach nur drei Quartalen Porsche knackt die 100.000er-Marke

Der Ansturm auf Luxuswagen „Made in Germany“ scheint nicht zu enden und Porsches Fahrzeuge finden weiter reißenden Absatz. In der Heimat aber gibt es Probleme – nur dank der Übersee-Märkte stimmt das Gesamtbild.
11.10.2012 Update: 11.10.2012 - 13:10 Uhr Kommentieren
Porsche-Chef Matthias Müller (li.) stellt den Porsche 911 Carrera auf der Detroit Auto Show vor. Quelle: dpa

Porsche-Chef Matthias Müller (li.) stellt den Porsche 911 Carrera auf der Detroit Auto Show vor.

(Foto: dpa)

Stuttgart Die Unsicherheit im kriselnden Euroraum schlägt sich erstmals auch bei Porsche merklich in den Verkaufszahlen nieder. Der Sportwagenbauer fängt die Rückgänge auf dem Heimatkontinent aber mit dem Nachfrageboom in Übersee locker auf und blickt unterm Strich noch immer auf einen reißenden Absatz. Wie der seit kurzem komplett zu VW gehörende Hersteller am Donnerstag in Stuttgart mitteilte, hat die Porsche AG die für sie bedeutende Hürde der 100.000 verkauften Fahrzeuge schon nach drei Vierteln des laufenden Jahres genommen.

In den ersten neun Monaten 2012 übergaben die Zuffenhausener 104.362 Neuwagen in Kundenhand. 2011 hatte die Porsche AG die sechsstellige Marke erst einen Monat später Ende Oktober erreicht und damals lag die Zahl mit 100.391 Autos auch noch ein Stück niedriger.

Im Neunmonatsvergleich beträgt das Auslieferungsplus damit 15 Prozent. Der Monatszuwachs zum September 2011 liegt bei 13 Prozent. Damit steigt der globale Porsche-Absatz seit April 2012 zweistellig. Auf dem Heimatkontinent fand das starke Plus aber jüngst ein Ende.

„Wir können uns der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung in Europa eben auch nicht völlig entziehen“, sagte ein Sprecher. Er verwies aber auf ein „sehr unterschiedliches Bild“. So sei der Wachstumsmarkt Russland, den Porsche zu Europa zählt, um 90 Prozent gewachsen.

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    Die neuerdings leicht rückläufigen Zahlen für Europa macht Porsche mit den satten Steigerungen in Übersee wett. Dem September-Minus in Europa (-5,1 Prozent) und auf dem Heimatmarkt Deutschland (-1,3 Prozent) steht in der wichtigen Absatzregion Asien-Pazifik ein Plus von 26 Prozent gegenüber. Die bedeutende Region Amerika kommt mit 23 Prozent beinahe auf einen ähnlich hohen Zuwachs. In China spürt Porsche den jüngsten Konjunkturdämpfer kaum: 31 Prozent Steigerung für September liegen klar über dem Neunmonatsschnitt von 25 Prozent.

    Porsche will seinen Absatz bis 2018 auf rund 200.000 Fahrzeuge steigern. Vergangenes Jahr kamen knapp 120 000 Autos zusammen. Auf dem Weg in Richtung 200.000 soll das neue Geländelimousinen-Modell Macan schon von 2014 an für den zentralen Absatzsprung sorgen.

    Für 2013 hatte Porsche-Chef Matthias Müller die Euphorie jedoch jüngst ein wenig gedämpft. Das rasante Wachstum aus dem laufenden Jahr lasse sich vermutlich nicht wiederholen, sagte er der dpa vor kurzem auf dem Pariser Autosalon. Müllers Vertriebschef Bernhard Maier bekräftigte diese Aussicht am Donnerstag in einer Mitteilung: „Wir behalten einen kühlen Kopf und fahren weiterhin auf Sicht.“

    Porsches mit Abstand stärkstes Zugpferd bleibt der Cayenne. Die geländegängige Limousine (SUV) macht mit 52 Prozent mehr als die Hälfte des bisherigen Jahresabsatzes aus. Der Klassiker 911 kommt nur noch auf knapp jeden fünften Eintrag in den Verkaufsbüchern.

    • dpa
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